+Heads. – Debut. Entschleunigung

Wer sagt, dass man die Welt nicht in schwarz/weiß betrachten sollte? Im Falle des Debuts von Heads. gibt es glücklicher Weise keinen Mittelwert, keine Grauzonen und definitiv keine Kompromisse. So klar, wie das Artwork in seiner schwarz-weiß-Ästhetik daherkommt, so klar sind die Werkzeuge mit denen gearbeitet wird. Bass! Gitarre! Schlagzeug!

Ruhige Passagen werden von Noise-Sequenzen attackiert, während das Ganze in sich geschlossen schön-düster bleibt. Chris Breuer (Bass), Peter Voigtmann (Schlagzeug) und Ed Fraser (Gesang/Gitarre) haben unter anderem einen exquisiten Soundtrack für den geeigneten Hardboiled/Noir Krimi geschaffen. Die ersten Töne von „A Mural Is Worth A Thousand Words“ stehen stellvertretend für den sich über das komplette Album ziehenden Sound: Ein gnadenlos treibender Bass fungiert als Fundament, das Schlagzeug groovt wie Hölle, die Gitarre trägt die nötige Portion Coolness dazu und Sänger Ed Fraser schreit sich bei diesem Song crescendo-mäßig die Seele aus dem Leib. Die Welt von Heads. ist eine intensive.

Weiter die Kellerstufen hinab, geht es mit „Chewing On Kittens“. Dieser famose Track wird von der Rhythmus-Fraktion zuerst locker aus den Boden gehoben, dann von der Gitarre veredelt und gegen Ende ins Hymnische getragen. „Skrew“ scheppert in bester Unsane-Manier und mit „The Voynich Manuscript“ packen Heads. den dunklen Schirm aus, der sich sphärisch über das komplette Album erstreckt. Repeat!

Passend dazu: Ein charaktervolles, dunkles Bier (Stout).

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