+Kurz rausgehackt: August 2017

Experimental/Electronica/Nu Wave: Die holländische Formation Fatal Casualties bewegt sich auf ihrem aktuellen Album „Filter“ sehr gekonnt zwischen moderner Electronica und dem experimentellen Minimalismus der frühen, elektronischen Dark Wave-Szene (bei Seja Records erschienen). Angenehm im hier und jetzt: das Video zu „Drown“. //RRRhund\

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Alternative/Indie Rock: Deerhoof, die Indie Rock-Ikonen aus San Francisco, sind gerade in Europa auf Tour und haben sich kurz vorher entschlossen, ihr neues Album „Mountain Moves“ zum sehr fairen „Zahl was du willst“-Preis und zwei Wochen früher als geplant digital ins Netz zu stellen. Alle Einnahmen aus den bandcamp-Verkäufen gehen an den Emergent Fund, der sich um alle möglichen Bürgerinitiativen und sozialen Organisationen kümmert, die seit den letzten Präsidentschaftswahlen in den USA politisch massiv unter Druck geraten sind und dieser Unterstützung dringend bedürfen. Starke Aktion der Band, chapeau! //RRRhund\

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Post Rock/Symphonic Drone: Die Kanadier Godspeed You! Black Emperor, haben mit „Undoing a Luciferian Towers“ den ersten Track ihres neuen Albums online gestellt. Immer noch spielen organisch wie elektronisch erzeugte Droneelemente sowie der Minimalismus der modernen Klassik (Gorecki und Co.) eine große Rolle. Aber keine andere Band des Genres spielt so gekonnt – mit der Dynamik eines Symphonieorchesters anstatt der einer Rockband – mit diesen Elementen. Was die Band zu diesem Track zu sagen hat: „look at that fucking skyline! big lazy money writ in dull marble obelisks! imagine all those buildings much later on, hollowed out and stripped bare of wires and glass, listen- the wind is whistling through all 3,000 of its burning window-holes! “ („Luciferian Towers“, 22.9., Constellation Records) //RRRhund\

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Post HC/Jazz Core/Noise Rock/No Wave: Zweimal kompetentes Gitarrengebratze von der amerikanischen Ostküste gibt es auf der Split-12″ von den Microwaves aus Pittsburgh und von Couch Slut aus New York. Während „Antibody“, die Hörprobe der Microwaves, an den Post HC-Stil erinnert, den man in den frühen 90ern mal ob komplexer rhythmischer und harmonischer Arrangements etwas hilflos mit Jazz Core bezeichnet hat, liefern Couch Slut bei „Dorothy“ giftigen Noise Rock mit einem spröden, desaturierten No Wave-Touch. Beides klasse, gibt es ab Mitte September auf bandcamp bei Sleeping Giant Glossolalia Records (SGG). //RRRhund\

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Alternative Hip Hop: Einen für das Genre eher unytpischen, stark melancholischen Touch und sehr organischen Sound hat „Capture Karma“, die aktuelle Single der nordenglischen Alternative Hip Hop-Formation Ceiling Demons. Dürfte Fans von Kate Tempest gut gefallen, die Tonalität der Musik und die Herangehensweise an die inhaltlichen Themen weisen eine gewisse Ähnlichkeit auf („Nil“, 22.9., Win Big Records). //RRRhund\

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Electro/Nu Disco/Leftfield: Wer meine Electro-Sets in den letzten Monaten verfolgt hat, hat schon Bekanntschaft damit gemacht … In der Nu Disco-Szene – ein modernes Electro-Subgenre – hat sich in den letzten Jahren eine Art Leftfield-Sparte entwickelt, deren musikalische Vertreter kalte, repetetive, Minimal-Elemente aus dem New Wave mit warmen, perkussiven Ethno-Sounds und Kraut-artigen Arrangements kombinieren. Die besten Tracks sind oft in reduzierten Tempi zwischen 105 und 118 BPM angelegt und hypnotisieren den Zuhörer mit psychedelischem Effekt. Nach Rotten City aus Madrid, Les Yeux Orange aus Paris und Nein Records aus Großbritannien hat jetzt mit Calypso Records ein neues Label die Bühne betreten, das sich auf südamerikanische Elektronikkünstler konzentrieren wird. Die Gründer, der mexikanische Produzent Iñigo Vontier und der Argentinier Thomass Jackson, sind natürlich auch auf dem Debüt-Release „Calypso Vol. 1“ zu finden. Am Besten gefällt mir aber „Esta en mi“ von Colossio. (Vinyl + digitale Formate sind bei Juno Records zu finden). Auf Mixcloud ist übrigens noch immer das MXRRR-Set vom April aus der Nachtschwärmerboutique zu finden, das Nu Disco-Tracks mit elektronischen Material aus der schwarzen Szene kombiniert, um mit einem echten Electro-Genreklassiker zu schließen. Und auf Soundcloud gibt’s eine entsprechende Playlist. //RRRhund\

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Punk Rock: Hui, da kommt aber was ganz Feines aus den Gefilden Punk Rock auf uns zu. Das neue Hysterese-Album „III“ wurde von Local Heroe Christian Bethge gemastered und erscheint demnächst bei This Charming Man Records. Geradliniger Punk Rock in Moll mit feinem Gespür für Songwriting und Harmonien: die erste Hörprobe „Fortune“. Und demnächst auch für eine Melting Butter-Session im Mannheimer Rama-Studio. //RRRhund\

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Cold Wave/Post Punk: Von den ganzen neueren gitarrigen, Cold Wave-beeinflussten Post Punk-Bands gefallen mir die Österreicher Crystal Soda Cream mit am Besten. Guter Vibe. Hier eine Liveversion von „Saurer Hauch“ vom Debütalbum. //RRRhund\

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Psych Rock/Nu Kraut: Die Fuzz Club-Session der Kraut-infizierten, holländischen Psych Rocker Radar Men From the Moon konnte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Warte schon ganz gespannt auf die Kollaborations-LP mit den britischen Noiseniks Gnod, die bald meinen Briefkasten erreichen sollte – eine potenziell spektakuläre Kombination … solange aber erstmal „Rapture“. //RRRhund\

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Trailer: Kaum ein Künstler hat mich in den letzten Jahren durch seine Biographie, hauptsächlich aber natürlich durch sein Schaffen in den verschiedensten Kunstbereichen so eingenommen wie der taiwanesische Weltreisende Alexander Zhang Hungtai (Dirty Beaches et al). Next step: Jetzt ist der Meister auch als Schauspieler unterwegs, in „A“ spielt er einen alkoholabhängigen Musiker. Wann der Streifen in Europa zu sehen sein wird ist noch unklar. Egal. Muss ich sehen. //RRRhund\

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Alternative Rock/Post HC: Vorsichtig panisch habe ich gerade reagiert, als ich beim Gesichterbuch über die Meldung gestolpert bin, dass eine meiner Lieblingsbands aus den frühen 90ern nach 22 Jahren ein neues Album veröffentlichen wird – ein Schritt, der gewöhnlich zur Selbstdemontage sowie zur Beschädigung des eigenen musikalischen Erbes führt. Die Rede ist von der legendären New Yorker Post HC-Band Quicksand. Ganz so schlimm wie man befürchten könnte ist „Illuminant“, die erste Hörprobe der Originalbesetzung um den prägnanten Sänger Walter Schreifels, dann aber doch nicht geraten. Klingen tut die Single fantastisch, aber über den Kern der Sache muss ich mir tatsächlich erst noch klar werden. //RRRhund\

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Indie Rock: Die Schnuffis von Mourn haben sich „Color me impressed“ von den Replacements vorgenommen, und das Ergebnis ist eher frühlingshaft als spätsommerlich. Kickt. Und ist Teil einer EP, die hauptsächlich aus Coverversionen bestehen wird – zum Bespiel von Hüsker Dü und Echo & the Bunnymen. („Over The Wall“, 8.9., Captured Tracks) //RRRhund\

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Electronic/Experimental/Industrial: Was früher bei einem kleinen Tape-Label aus dem No Audience-Sektor gelandet wäre, lässt sich jetzt hübsch bei bandcamp aufspüren und goutieren. Enderie ist das experimentelle Elektronik-Soloprojekt von Andrew McLellan, das von Low Tech-Samplersounds, Cut-Up-Techniken und einem gewissen, modernisierten Industrial-Vibe getragen wird („Tape 1“ beim Room 40 erschienen). //RRRhund\

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Psych Funk: Bock auf was Cooles, Soundtrack-Artiges mit einem lässigen 70er Vibe? Wie die Titelmelodie zu einer klassischen 70er-Cop-Serie kommt „Swan’s Beat“, die neue Single von David West (Rat Columns, Rank/Xerox, Total Control), daher. Ganz andere musikalische Pfade, die der australische Post Punk-Heroe seit einer Weile beschreitet – in diesem Fall psychedelisch angehauchter Funk mit eingesprengelten klassischen Dub Sounds im lässigen Halftime Groove. Spielt sich ziemlich gut so gegen Viertel vor Fünf in der Nachtschwärmerboutique. Vielleicht ja sogar am 26. August. Die Scheibe dazu kommt bald auf Tough Love Records („Cherry on Willow“, 20.10.). //RRRhund\

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Electro/E-Funk: Bekanntlich sind ja auch LCD Soundsystem, die Könige von DFA Records, back in business, und haben Anfang September nach sieben Jahren ein neues Album am Start („American Dream“, 1.9., DFA Records). Das erste Video gibt’s zu „Tonite“, eine ziemlich straighte E-Funk-Nummer. Und ein Stück Metamusik, eine Persiflage auf Klischee-Rocktexte. //RRRhund\

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Experimental/Songwriter: Kategorie – kategorielos. But since you’re here and very open minded I presume … for your listening pleasure, by Juana Molina. \K

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Post Punk/Dark Punk/Death Rock: Wenn eine Band aus Gothenburg, Schweden, auf einem amerikanischen Label – hier: beim DIY-Leuchtturm Mass Media Records – landet, kann man davon ausgehen, das die Qualität stimmt. Svart Magi liefern auf „All Cats Are Beautiful“ arschtretenden Dark Punk – beherrschen die Kunst gleichzeitig euphorisch, wütend und düster zu sein. Gut das. //RRRhund\

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Post Punk/Post HC: Die Viagra Boys aus Schweden haben mit „Call of the Wild“ eine neue 12″ am Start, die in die Fußstapfen des Vorgängers tritt – giftig arschtretender Gitarrensound mit dem richtigen Vibe. Hier eine Liveversion des Titeltracks. Die Scheibe kriegt man in Deutschland übrigens ganz prima im Mailorder von This Charming Man Records. //RRRhund\

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Nu Kraut/Tribal/Math Rock/Minimal Art/Synth: Das spannende chinesische Trio Re-TROS (kurz für: Rebuilding The Rights of Statues) hat jüngst die neueste Hörprobe zum zweiten Album („Before the Applause“, 15.9., Modern Sky Entertainment) online gestellt – „Hailing drums“ beginnt mit Loops im Maultrommel-Sound und den Breaks einer klassischen Math Rock-Nummer, entwickelt sich aber alsbald zu einem perkussiv rollenden, Sequencer-getriebenen, Tribal-artigen Nu Kraut-Monster. Bei dem 9-Minuten-Track kommt der legendäre Dave Smith-Sequencer – in triolischen Bewegungen zum 4/4-Takt, also quasi als musikalisches Perpetuum Mobile – zum Einsatz, sodass auch Synth-Fans auf ihre Kosten kommen. Produziert hat übrigens Hector Castillo (David Bowie, Lou Reed, Björk, Phillip Glass) – und so überrascht es auch nicht, dass das Album etwas den Spirit der Minimal Art atmet – aber eben im Kontext der experimentellen Popmusik. Auch ziemlich toll, zwischen Steve Reich und Proto-EBM à la frühe DAF: „8+2+8 II“ //RRRhund\

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Post Punk/Noise Rock: Als die Mannheimer Delegation auf dem Eurosonic 2015 in den O’Ceallaigh Irish Pub in Groningen einkehrte, ging es in erster Linie um die Zufuhr vernünftiger Kaltschalengetränke. Und zum Zweiten darum, das wie immer sehr starke Alternativprogramm von The Sound of Young Holland auszuchecken. Die Prioritäten sollten sich alsbald verschieben. Nicht nur bekamen wir einen der besten und rohesten Die Nerven-Gigs des Jahres – Stage Diving im Irish Pub – zu sehen. Sondern wir durften auch The Lumes, diese Band aus Rotterdam, kennenlernen, ein fulminantes Trio zwischen Post Punk und Noise Rock, das mit druckvollem Sound den Laden rockte und rundum zu überzeugen wusste. Fast forward, zwei Jahre später: The Lumes haben einen Deal beim Berliner Lieblingslabel Crazysane Records ergattert, die erste EP ist in der Preorder-Phase, und die erste Auskopplung zum Reinhören steht online: „Compulsion“. //RRRhund\

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Experimental Ensemble Play/Minimal Art: Schon bald zehn Jahre unterwegs aber trotzdem bisher an mir vorbeigegangen sind Ex-Easter Island Head aus Liverpool – schön, dass sich das durch Digital in Berlin gerade geändert hat. Das perkussiv orientierte Experimentalkollektiv bearbeitet mit spektakulärem Effekt und bei großer konzeptioneller wie kompositorischer Klarheit mithilfe von Schlagzeugstöcken und Klöppeln diverse präparierte Gitarren, Percussioninstrumente und ab und an auch mal Exotischeres wie Klangschalen. Bei bewusster Beschränkung der musikalischen Mittel stehen dabei die Interaktion im Ensemblespiel, das Stilmittel der melodischen Intervention sowie repetetive Arrangements im Geiste der Minimal Art im Mittelpunkt. Hier ein Track vom brandneuen Album „Twenty-Two Strings“ (bei Low Point Records erschienen), der von einem unwiderstehlichen motorischen Groove getragen wird. Irgendwo zwischen Nu Kraut, Live Techno und Minimal Art, vor allem aber ziemlich toll: „Six sticks“. //RRRhund\

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Tribal Nu Kraut/Cold Ethno Electro/Nu Disco: Das israelische Duo Red Axes hat sich mit seinem Mix aus Post Punk-, Funk-, No Wave-, Ethno- und Rock’n’Roll-Elementen einen ganz eigenen, sehr tanzbaren Klangkosmos im Bereich der Leftfield-Electronica geschaffen. Und sich so mit einigen fantastischen 12″-Tracks einen sicheren Platz in meinen Midtempo-Electro-Sets ergattert. Die Jungs sitzen gekonnt zwischen diversen stilistischen Stühlen und sind dadurch bei mir … bei uns … genau richtig aufgehoben. Letztens im Rahmen eines Berichts über die Dance-Szene von Tel Aviv völlig zurecht mit einem Feature auf dem bandcamp-Blog bedacht, schicken sich Dori Sadovnik und Niv Arzi am kommenden Freitag an, ihr neues Album „The Beach Goths“ zu veröffentlichen. Und nomen est omen. Die beiden Produzenten und DJs (übrigens auch Residents der Berliner Panorama-Bar) sind aber immer für eine Überraschung gut – und so ist der neue Longplayer, der auf dem Band-eigenen Garzen-Label erscheint, mal gar nicht so sehr auf den Dancefloor ausgerichtet. Sondern eine eigenartige, zugleich kunterbunte wie kalte Sache. Mein Spätsommer-Electronica-Favorit. //RRRhund\

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Punk/Post Punk: Die Post Punk-Welle hat sich ja mittlerweile kreativ einigermaßen totgelaufen – in letzter Zeit hinterlässt nur noch recht selten ein neuer Song Spuren bei mir. Im Fall der aktuellen Single der britischen Idles liegt der Fall allerdings anders. Klarheit im Songwriting, Energie, Wut, Aussage, Gestus – instant hit: „Mother“. //RRRhund\

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Synth Punk/Post Punk/Circus Psych: „Sparks from a shadow“, die aktuelle Single von POW!, besticht durch einen interessanten Stilmix. Eine alptraumhafte Klavierlinie aus dem alltäglichen Circus des Grauens trägt den Track, der gleichzeitig dem kaputten Charme des Chrome-Universums und dem Post-Punk-Minimalismus der frühen Tuxedomoon und Wall of Voodoo zu huldigen scheint. Und doch ganz im Hier und Jetzt entstanden ist. Die psychedelischen Synth Punks aus San Francisco selbst merken an, dass sie eigentlich Brian Enos und Peter Schmidts „Oblique Strategies“ beim Schreiben des Tracks im Kopf hatten. In jedem Fall musste Toningenieur und Produzent Chris Woodhouse (Thee Oh Sees, Ty Segall, The Intelligence et al) vor dem Abmischen eine Karte aus dem Tarotdeck ziehen und hatte dann ganze 15 Minuten Zeit, den finalen Mix herzustellen. Ist trotzdem ziemlich gut geworden. 😉 //RRRhund\

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Psych Rock/Garage: Wer sich mit dem Riff-orientierten, garagigen Psych-Hard Rock auf der letzten King Gizzard & the Lizard Wizard-Scheibe angefreundet hat, dürfte auch begeistert von den Australiern ORB sein. „You are right“ stammt vom neuen Longplayer „Naturality“, der im Herbst erscheint – natürlich bei John Dwyers Castleface Records. Wo sonst. //RRRhund\

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Indie Rock/Grunge: Mein Berliner Lieblingslabel Crazysane Records hat am 1. September eine neue Split-7″ am Start, die zwei Bands featured. Den Mannheimern vom Maifeld Derby-Auftritt her bekannt sein dürfte die Berliner Nu Grunge-Formation Pabst, die mit ihrem energetischen Auftritt rundum überzeugt hat. „Exciter“ schlägt mit seinem Halftime-Groovedann auch voll in die grungige 90er-Gitarrenrock-Kerbe und transportiert auch einen leichten Blackmail-Vibe. Autisti ist das LoFi-Indie Rock-Projekt des ehemaligen The Ocean Collective-Musikers Louis Jucker und hat das muntere „Dealbreaker“ auf dem Tonträger – für Freunde von Pavement und Mitt-90er Motorpsycho. Die Tracks sind jetzt beim Visions im Stream zu begutachten. Und am 29.9. dann live im Mainzer Schon Schön-Club zusammen live zu besichtigen. //RRRhund\

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Electronic Soul/Heartbroken Downtempo/Dark Blue R’n’B: Vor ewigen Zeiten schon mal vorgestellt und auch in Warm-Up-Sets gespielt hatte ich das schwer melancholische R’n’B-Trio Jabu. Mittlerweile sind Alex Rendall, Jasmine Butt und Produzent Amos Childs zum Londoner (Yep! Das war’s wieder mit dem zwischenzeitlichen Aufenthalt in Berlin) Kultlabel Blackest Ever Black gewechselt. Dort wird am 22. September der Debüt-Longplayer „Sleep Heavy“ erscheinen. Deep Heartbroken Downtempo the dark blue way: „Let me know“. FFO HTRK, The XX usw. //RRRhund\

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Electronic Indie: Ein neues Album am Start haben die Weilheim-Klassiker Lali Puna (ja, doch, die haben mittlerweile schon ein paar Jahre auf dem Buckel). Die aktuelle Single „The Bucket“ liefert den geschmackssicheren, lakonischen Melancholie-Elektronik-Stil, für den die Formation bekannt ist („Two Windows“, 8.9., Morr Music). Die Band ist im Herbst auch auf Tour (25.10., Frankfurt, Zoom). //RRRhund\

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Electronic: Großes Kino sind alle fünf Überarbeitungen, die These Hidden Hands auf ihrer „Vicarious Memories Remixed“ EP versammelt haben und ursprünglich Teil der limitierten Version des Albums waren. Dramatische, moderne Electronica mit epischen Spannungsfeldern: der Hypoxia-Remix von „The Telepath“. //RRRhund\

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Doom Metal/Drone: Und Doom, die Zweite. Die japanischen Doom- / Drone-Rock-Götter Boris sind im August in Europa auf Tour und haben auch ein neues Album im Gepäck („Dear“, bei Daymare Recordings erschienen). Auf den Spuren von Sunn O))): das offizielle Live-Video zu „The power“. 11.8., Frankfurt, Das Bett – cu there. //RRRhund\

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Alternative Rock/Doom: Mal wieder Bock auf schweren, abgehangenen Doom-Rock zwischen Black Sabbath und Melvins? Die Low Flying Hawks – die mexikanisch-südtexanische Alternative-Rock-Band mit der Melvins-Connection – stehen vor der Veröffentlichung ihres zweiten Albums, und auf dem sind wieder illustre Gäste am Start: Dale Crover (Melvins), Trevor Dunn (Mr. Bungle) und natürlich auch Buzz Osborne (Melvins), der auch zum Album-Opener „Smile“ den Gesang beisteuert („Genkaku“, 25.8., Magnetic Eye Records). //RRRhund\

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Alternative/Ska Punk: Alternativer Partysound wie geschaffen für den Grooveblog – die italienischen Street Punker von Los Fastidios haben sich den Manu Chao-Hit „Clandestino“ vorgenommen und in ein tanzwütiges Uptempo-Ska-Punk-Inferno verwandelt. Rollt. Und setzt die Füße in Bewegung. //RRRhund\

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Post Punk: Sehr scharf bin ich ja auf das neue Album der San Francisco-Post Punk Band Flesh World („Into the Shroud“, 8.9., Dark Entries Records), aber darüber hatte ich ja bereits im Juni alles erzählt, was es zu erzählen gibt. Darum nur kurz und knapp: Seit ein paar Stunden steht die zweite Hörprobe online, das Video zum Titeltrack, und der ist sehr in den Creation Records-Sound gehüllt. //RRRhund\

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Experimental/Post Electro: Zu „Uncomfortable positions“, einem Track vom sehr gelungenen, aktuellen Adult.-Album „Detroit House Guests“ gibt es jetzt ein schräges, neues Video – ein Live-Take mit verbundenen Augen, verfremdeten Nähmaschinen-Klängen und der Gastkünstlerin Lun*na Menoh. //RRRhund\

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