+Kurz rausgehackt: August 2018

Alternative/Goth Folk: Seit der Soloshow vor ein paar Wochen in Karlsruhe für mich die Stimme dieses Jahrzehnts. Gemeint ist Emma Ruth Rundle, die in ihren besten Sequenzen das leidenschaftliche Moment von Patti Smith und PJ Harvey in sich zu tragen scheint, durch ihre durchdringende Melancholie aber Wellen ganz anderer Form schlägt, emotionale Tsunamis auszulösen in der Lage ist. Die Goth Folk-Songwriterin nutzt auch bei der aktuellen Vorab-Single „Darkhorse“ ihre ausgeprägte Fähigkeit, innere Kräfte mithilfe von Atemtechniken, über das dynamische Zusammenspiel von Gesang und ausgereifter Gitarrenarbeit nach außen zu transportieren, hörbar zu machen. Der Song ist auf dem vierten Album der Musikerin aus San Francisco zu finden, das im September erscheinen wird – ich setze auf das schwarze Pferd („On Dark Horses“, 14.9., Sargent House). //RRRhund\

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Experimental/Kraut Space-Out: „Autotune has been banned“ klingt ja erstmal ganz gut, ist wahrscheinlich aber nur ein Scherz mit Augenzwinkern – in einer wahrhaft dystopischen Welt wäre Autotune der Standard. Die Perspektive, die hier aufgezeigt wird, ist ansonsten eher Horrorshow und abgesehen davon auch nur eineinhalb Schritte entfernt. Im Frühjahr hatte die australische Formation EXEK mit „Ahead Of Two Thoughts“ noch eines der besten experimentell-minimalistischen Post Punk-Alben des Jahres abgeliefert. Jetzt hat die überraschend vielseitige Band um Sänger Albert Wolski eine neue EP namens „A Casual Assembly“ angekündigt, die noch einen Schritt weiter geht und im experimentellen Kraut-Terrain der 70er fischt, um dunkle literarische Visionen à la Samuel Beckett oder Robert Ashley akkustisch abzubilden. Bei der Hörprobe „The Commoner“ kommen die Australier dabei komplett ohne Gitarren und Drums aus, anstattdessen bestimmen Space-Synths, Trompete und Bass das Klangbild. Ganz schön verorgeltes, geiles Zeug. (12.10., Superior Viaduct / WH25.TH). //RRRhund\

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Dark Alternative/Cold Wave: Die hatte ich schon fast wieder aus den Augen verloren, um die war es bis zum Auftritt beim WGT im letzten Jahr aber auch wirklich sehr ruhig geworden. Die Detachments sind zurück, und haben im September eine neue EP beim Augsburger Label Young & Cold Records am Start. „Guilty party“, der erste Vorabtrack, siedelt auf einem triolisch wegdriftenden, höhenreduzierten Sequencer-Loop und ist im Vergleich zu älterem Art Pop-orientiertem Material eher im klassischen Cold Wave-Sektor angesiedelt, hat aber dafür einen schön schrägen Vibe zu bieten, der immer zart an atonalen Strukturen vorbeischwebt. Welcome back! //RRRhund\

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Alternative/Electronic: Und noch mehr. Kaum ist die Split-7″ in der LAMC-Serie angekündigt, hat Angus Andrew für die Liars auch schon das nächste Album „Titles With the Word Fountain“ (21.9., Mute Records) zur Veröffentlichung vorgesehen. Auch der Nachfolger der letztjährigen „TFCF“-Scheibe beschäftigt sich mit dem Ende der kreativen Beziehung mit dem anderen Liars-Gründungsmitglied Aaron Hemphill, soll aber musikalisch etwas verspielter sein. So klingt auch die erste Hörprobe „Murdrum“. //RRRhund\

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Post Punk/Weird Rock/Split 7″: Die gerade angekündigte #18 in der bekannten, langjährigen „Less Artists More Condos”-Split-7″-Benefiz-Serie des Famous Class-Labels genießt bei mir ab sofort besondere Aufmerksamkeit. Die A-Seite bestreiten nehmen die zum Soloprojekt geschrumpften Liars (also mein Lieblings-Liar Angus Andrew … hahaha), und auf der Rückseite darf eine der australischen Entdeckungen dieses Jahres einen weird-groovigen Merkwürdig-Rock-Track präsentieren. Die Rede ist natürlich von den großartigen Tropical Fuck Storm, deren Longplayer-Debüt ich vor ein paar Wochen in den höchsten Tönen gelobt habe. Yummy. //RRRhund\

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Electronic/Post Industrial/Post Techno: Das Berlin Atonal Festival hatte dieses Mal nicht unbedingt sein bestes Jahr. Insbesondere im Vergleich zu der phänomenalen Ausgabe von vor zwei Jahren haben doch einige Auftritte auf mich unfokussiert, uninspiriert, ja: durchschnittlich, und einige sogar deplatziert gewirkt (und wenn auch nur aufgund der unpassenden Platzierung im Timetable). Die Highlights waren einigermaßen rar, übersichtlich, dann aber dafür umso auffälliger. Eine dieser Ausnahmen hat für mich Nicky Mao mit ihrem eleganten, multidimensionalen Set abgeliefert (ein Video mit einem weiteren Set aus der Schaltzentrale gibt es auf dem YouTube-Kanal des FACT-Magazins). Die unter dem Künstlernamen Hiro Kone agierende U.S.-amerikanische Produzentin und Komponistin hat „Pure Expenditure“, ihre neue Scheibe bei DAIS Records, vorgestellt (gerade erschienen). Eine spannende Platte, die ihre Wurzeln im experimentellen Techno und minimalelektronischen Industrial-Sound nicht verleugnet, dabei aber eben nicht im Retro-Modus verharrt, sondern mit vielschichtigen Rhythmusebenen, Texturen und mit einem ausgereiften Sounddesign zukunftsfähig macht. Inhaltlich ist das Album von den kapitalismuskritischen Schriften des französischen Denkers George Bataille inspiriert, der die Neigung der Bourgeoisie beschreibt, immer weiter Wohlstand anzuhäufen und keinen Jota davon abgeben zu wollen. In einem aktuellen Noisey-Interview weist die Produzentin auf destruktive Konsumzyklen hin, nennt als Beispiel für die aktuellen Perversionen im Spätkapitalismus, dass die öffentlichen Gesundheitssysteme immer weiter eingeschränkt, ausgehöhlt werden, während private GoFundMe-Kampagnen dann die Krebsbehandlung finanzieren sollen (siehe Genesis P. Orridge et al). Das Album versteht sich daher als eine Erforschung der „morbiden Energien“, die den aktuellen Entwicklungen in den westlichen Industriegesellschaften innewohnen. Hier der feine Titeltrack, der in Zusammenarbeit mit dem in Berlin lebenden, japanischen Duo group A entstanden ist (deren Auftritt ein weiteres Highlight darstellte – alte Bekannte für die LeserInnen unseres Blogs). //RRRhund\

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Psych Rock/Stoner: Die italienische Psych Rock-Formation Go!Zilla ist schon seit 2011 aktiv und hat sich schon mehrfach quer durch Europa gespielt. Im Video zu „Demons are closer“, der aktuellen Single, sind die Florentiner an merkwürdigen Ritualen in einem tropischen Garten beteiligt … zunächst wohl nicht ganz freiwillig. Aber seht selbst. Die Single wird auf dem neuen Album zu finden sein, das Ende September erscheint („Modern Jungle’s Prisoners”, 28.9., Teenage Menopause Records). //RRRhund\

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Synth Punk/Chiptune/8 bit: Ziemlich muntere Split-Single mit unverschämt frechem, energisch-schmutzigem Electro Punk von Super Busty Samurai Monkey (und frischem Surf Punk von The Poseidons). Das Duo aus Madrid mit dem kultigen, japanophilen Namen kennt ihr noch nicht? Macht nix, deswegen sind wir ja hier. In Japan scheint’s da aber entschieden anders auszusehen, zumindest wurde die Veröffentlichung angeschoben, um mit einem anstehenden Livetermin in Tokio zu korrespondieren. Die extrem limitierte, blaue Vinylfassung (nur 200 Stck., Ende September via Kitty on Fire Records) wird dementsprechend in Europa nur im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne zu kriegen sein. In einem meiner nächsten Indiesets ist die Nummer dafür aber mit Sicherheit zu hören. //RRRhund\

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DIY Post Hardcore: Neue EP der energischen Petrol Girls – die feministische Post Hardcore-Band aus London präsentiert sich bei der aktuellen Single „Sister“ gewohnt inhaltsstark. Das Video dazu wurde als künstlerisches Gemeinschaftsprojekt umgesetzt: auf Aufruf der Band haben Fans, Frauen aus dem Umfeld Bewegtbilder eingeschickt, die dann collagiert wurden. Der Sound des Quartetts ist im Vergleich zu den letzten Veröffentlichungen vielschichtiger und dynamischer geworden – Liebe und Wut abwechselnd. Wie praktisch, dass im September eine Show in der Oetinger Villa angesetzt wurde (am 12.9.). Da geh ich wohl hin. //RRRhund\

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Dark Folk: Optimo mal gar nicht elektronisch. Jacob Yates ist ein Songwriter aus Glasgow, der auf seinem aktuellen Album „The Hare, The Moon, The Drone“ ebenso verspielt-lyrischen wie atmosphärisch-dunklen Folk-Sound auf dem Tablett hat, der immer wieder gefährliche Untiefen in sich zu tragen scheint, rasch zum Magneten für den Zuhörer wird. Ein sehr stimmungsvolles Album, das im ersten Teil ein rurales Setting projiziert, um dann im zweiten Teil in die Stadt vorzudringen. Heller wird’s dadurch aber nicht gerade. Zuerst bricht ein Feedback-Gewitter aus, später begegnen wir einem Karaoke-süchtigen Killer. Die überwiegend elektrischen Arrangements bilden den Boden für Yates’ schwelende dunkle Romantik, passiv-aggressive Stimmungen voller Feuer und Zorn. Zum Ende hin schließt sich stilistisch der Kreis, der Herbst kann kommen. //RRRhund\

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Noise Rock/Industrial Metal/Post Hardcore/Post Punk: „They kill the happy ones first.“ Hinter der wütenden wie magnetischen Hookline stecken ernste Themen: Ausbeutung und moderne Sklaverei als informelles globales Wirtschaftssystem im Sinne der Profitmaximierung – darum geht’s hier. Das kratzige Baseler Noise Rock-Trio Asbest hat mit „They kill“ vor ein paar Tagen eine Killer-Vorab-Single zum Ende September erscheinenden Debüt-Longplayer rausgehauen („Driven“, 28.9., A Tree in a Field Records). Angetrieben von einem wuchtigen Halftime-Beat schwebt die Gitarre von Robyn Trachsel im Zwiegespräch mit dem Gesang mal düster-sphärisch im Raum, um in der nächsten Sekunde im wütenden Industrial Metal-Modus alles wegzubretzeln. Aber dieser glühende, intensiv-durchdringende Gesang ist dann wirklich nochmal eins obendrauf. So gut. Ich will diese Platte. //RRRhund\

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Dark Psych: Irgendwo zwischen dem Garagensound der Sechziger, dunklen Rock’n’Roll-Vibes in Leder und dem minimalistischen New Wave der frühen Achtziger präsentiert sich die in Berlin ansässige Dark Psych-Band The Underground Youth bei „Fill the void“, der A-Seite der neuen Single. Der gewohnte Sound der Band, aber halt einfach gut (bei Fuzz Club Records erschienen). //RRRhund\

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Experimental/Abstract Songwriter/Post Jazz: Die dänische Band Goomes erzeugt mit ihrem abstrakten, Jazz-beeinflussten Songwriter-Tracks ganz eigentümliche, abgehobene Stimmungen. Bei der introvertierten Hörprobe „X hands“ liegt das zum einen an den schwebenden, dekonstruierten Arrangements, die sowohl von perlenden Synth-Flächen wie von warmen, analogen Klangquellen geformt werden; zum anderen aber am delikaten, außerweltlichen Kopfstimmen-Gesang von Jens Ramon (auch bei den Figurines aktiv). Zwei Jahre nach dem Debüt bei Escho ist bei Anyines gerade „V1 (Descent)“, das zweite Album der Band erschienen, die außerdem noch aus Lasse Bækby Buch (AKA Birthgiving Toad), Suni Zacharias von den Twins Twins und Aske Zidore (auch An Gella bekannt) besteht. Von der neuen Scheibe stammt auch dieser schöne Track, der am Ende regelrecht in analogen Klangfarben aufgeht. //RRRhund\

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90s/Grunge/Psych: 34° C in Berlin. Das Power-Trio Pabst entführt uns im neuen, feuchten Video zu „Waterslide“ einen Tag ins Schwimmbad und liefert dazu die perfekte Begleitung mit einem stark angepsychten, grungigen 90er-Sound sowie ironischen visuellen Nirvana-Reminiszenzen besser bekannt als der berühmte Wink mit dem Zaunpfahl. Stammt natürlich auch vom genialen „Chlorine“-Album (bei Crazysane Records erschienen). //RRRhund\

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Dark Surf/Cold Wave/Instrumental: Schon ein spannender Twist in der Lebensgeschichte. Der höchst erfolgreiche, dänische Profiturner Helge Vammen hat sich vor ein paar Jahren eine Fender Jaguar, einen Bass, Analog Synths sowie ein Heimstudio zugelegt und produziert damit mittlerweile unter dem Künstlernamen Reconverb sehr atmosphärische Instrumentalstücke zwischen Surf und Cold Wave. Andreas Hermanns deutsches Digitallabel Cold Transmission hat gerade die schöne Zusammenstellung „Unreversed“ veröffentlicht. //RRRhund\

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Industrial Metal/Hardcore/Noise: Bad hair day? Dann hab ich was für euch, denn die neue 7″ der Street Sects liefert mit ihrer modern-brachialen, dynamisch-kompromisslosen Industrial Metal-Variante eine wunderbare Blaupause zum Durchpusten. So richtig, meine ich. //RRRhund\

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Electronic/Avantgarde/Art Pop: Pastorale, folkloristische Melodiefragmente, polternde, dekonstruierte Beats, ein hypermodernes, avantgardistisches Post Industrial-Sounddesign und eine surreale Atmosphäre prägen „Hobby horse“. Die Rede ist von der neuen Single von Gazelle Twin, dem künstlerischen Alter Ego der hoch gehandelten, englischen Elektronik-Produzentin Elizabeth Bernholz. Nach vier Jahren Pause, Familiengründung, der Geburt eines Kindes, lebt die Künstlerin mittlerweile nicht mehr im liberalen Brighton sondern im konservativem Leicestershire. Ein Ortswechsel, der auch im Schaffen sichtbar, hörbar ist. Die verloren gegangene gesellschaftliche Normalität, die politische Entwicklung der vergangenen Jahre haben Spuren hinterlassen, auch Bernholz verunsichert. Also spiegelt die Künstlerin der britischen Gesellschaft ihre Brüchigkeit, ihre Identitätsprobleme zurück, die sich wohl gerade in der Provinz noch deutlicher zeigen. Das Video zur Single spielt in der gleichen Liga, kommt visuell spektakulär daher: Bernholz in genial umgesetzter Narren-Verkleidung – irgendwo zwischen der Fußballabteilung bei Woolworth und dem Provinz-Mummenschanz im Brexit-Britannien. Der Rest der Scheibe liegt zum Glück auch bald in meinen Händen („Pastoral“, 21.9., Anti-Ghost Moon Ray Records). Cutting edge crazy stuff, wirklich top. //RRRhund\

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Konzerttipp/Alternative/Post Punk: Am 13. September ist der dänische Post Punk-Adel im Heidelberger Karlstorbahnhof zu Gast. Die großen Iceage aus Kopenhagen bitten zur Audienz – hier zur Einstimmung das aktuelle, recht blümerante Video zu „Under the sun“. //RRRhund\

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Gwenifer Raymond, Industrial State Blues, mixtape for Aquarium Drunkard, RRRsoundZ

Mixtape/American Primitive meets Post Punk: Letztens habe ich an dieser Stelle die britische Gitarristin Gwenifer Raymond vorgestellt, die sich mit ihrem Debütalbum „You Never Were Much Of A Dancer“ als neue spannende Stimme im Blues-Subgenre American Primitive präsentiert. Dass die spezielle Klangfarbe, der spezielle feurige Vibe auch mit den Post Punk-Wurzeln der in Brighton lebenden Waliserin zusammenhängt, wird spätestens klar, wenn man sich das Mixtape „Industrial State Blues“ reinfährt, das sie gerade für den Aquarium Drunkard-Blog zusammengestellt hat. Blues- und Post Punk-Obskuritäten geben sich die Klinke in die Hand … ziemlich cool, welche untergründigen Verbindungslinien so sichtbar gemacht werden, was für eine subtile Chemie da wirkt. //RRRhund\

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Indie Rock/Art Punk: „Wham! Bang! Pow! Let’s Rock Out!“ – simple Freuden zum Rumhüpfen, zum Bierkonsum, ein einfaches 1, 2, 3, 4 mit dem typischen Charme von Sänger Eddie Argos. Reimt sich ja auch auf arglos. Art Brut sind nach sieben Jahre Funkstille zurück und haben eine neue Single am Start. Neu im Line-Up sind Toby McFarlane, der Gitarrist von Graham Coxon sowie Drummer Charlie Layton, den man Wedding Present kennt. Einen Unterschied durch die Neuzugänge hört man aber nicht wirklich. Indie Rock-Sound aus England wie er in den 00er Jahren typisch war – den hat die Band ja auch durchaus mitgeprägt (bei Alcopop! Records erschienen). //RRRhund\

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90s Indie Rock/Math Rock/Post Punk: „City Of Dreams II“, die aktuelle EP der 90er-inspirierten Indie Rocker Molde aus Leipzig, hatten wir ja bereits im Mai vorgestellt. Zum Track „Leap in dark“ gibt’s aber mittlerweile ein Video von Liesel Burisch, in dem sich Hiha, Yuu, Denchu und Princess Uka mit Bewegungskünsten austoben … eine schöne Gelegenheit, diese tolle Band nochmal zu pushen. //RRRhund\

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Bambara, Shadow on Everything, Whard Cat Reecords, 2018, RRRsoundZBAMBARA
„Shadow on Everything“
LP
Wharf Cat Records
WCR-071
2018



Alternative/Post Punk/Goth Billy:
Seit die New Yorker Post Punk-Band Bambara vor ein paar Monaten ihr Goth Western-Epos „Shadow on Everything“ veröffentlicht hat, ist aus dem Trio ein Quintett geworden. Reid Bateh muss sich jetzt nicht mehr um die Gitarrenarbeit kümmern, kann sich jetzt ganz auf sein auffälliges, brodelndes Baritonorgan konzentrieren. In der neuen Besetzung wurde letztens ein fantastisches Liveset für die Audiotree-Sessions abgeliefert, das großartige Songmaterial des Albums mit rotglühenden Augen und vulkanartigen Ausbrüchen dargeboten. Die Scheibe ist in den letzten Wochen immer wieder auf meinem Thorens gelandet, jetzt würde ich die Jungs gerne mal auf der Bühne begutachten. Wenn’s geht möglichst bald.

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Experimental Doom Psych/Dark Kraut Noise: Am typischen Fuzz Club Records-Sound habe ich mich mittlerweile ehrlich gesagt etwas satt gehört – einfach zu viele Bands, die ins gleiche dunkle Horn zwischen Psychedelic, Kraut und Post Punk stoßen und ein kleines, sehr enges Subgenre geschaffen haben. Da macht sich dann naturgemäß irgendwann Langeweile breit, hat man sehr viel schon einmal zu oft gehört. Aber wenn zwei der besten Label-Acts, die niederländischen Radar Men From the Moon (RMFTM) und die portugiesischen 10.000 Russos, gemeinsame Sache machen, werde ich schon noch hellhörig. Zurecht, denn das im Herbst erscheinende Kollaborationsalbum hat weder mit Flower Power-Kitsch noch mit dem Label-Mainstream-Sound etwas gemein, ist wie auch schon die (RMFTM-)Kollaboration mit dem Gnod-Kollektiv vor einem Jahr, eher in der desaturierten Zone der harten Psychedia Noise-Szene verortet. Nach einem doomig-tribalistischen Intro à la Tribes of Neurot dient ein stoischer Krautbeat beim formvollendet ausgebreiteten Albumopener „A song to get rid of crooked crosses“ als Backbone für sich überlagernde, rotierende, graue Funken sprühende Noiseflächen der Gitarren. Ein hypnotisierendes Stück dunkle Ritualmusik, das offensichtlich in gelungenen Jams entstanden ist – bin schon sehr gespannt auf den Rest. FFO frühe White Hills, Neurosis, Sunn O)) //RRRhund\

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Indie Rock/Garage: Yup, die Single von den Viagra Boys hatten wir letzten Monat schon, aber das absurde Video dazu wollte ich euch auf keinen Fall vorenthalten. Produziert haben die neue Scheibe übrigens Daniel Fagerström (Skull Defekts, Chronic Heist) und Pelle Gunnerfeldt (Fireside, The Hives) – Sweden’s finest („Street Worms“, 28.9., YEAR0001). //RRRhund\

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Noise Rock/Instrumental Post Hardcore/Post Punk: Alte Bekannte, sozusagen die Bremen-Sydney-Connection. Auf dem neuen Bremer Label Kollektive Halluzination ist eine Split-LP der beiden recht unbekannten Nordbands Snob Club und Terra Flop erschienen. Die sich überschneidenden Mitglieder der beiden Bands kennt man aber sehr wohl, die waren nämlich bereits bei Party Diktator, Hinterlandt, (den deutschen) Buckethead und etlichen anderen Kapellen aktiv. Damit wäre dann auch das Terrain abgesteckt, denn Snob Club liefern sperrigen, (fast) instrumentalen Noise Rock mit verdrehten Post Hardcore-Strukturen. Terra Flop, ein „Stoffwechselprodukt der Bremer Bands Party Diktator, Saprize und Don’t“, haben schon ein paar Tage mehr auf dem Kerbholz (hatten etwa 2014 schon mal eine Split mit The Undecided auf Bultis Überschall Records am Start) und liefern zickigen, noisigen Post Punk-Sound mit Einflüssen von Wire und Gang of Four. Beides klassisches, unangepasstes DIY-Zeug mit Verweigerungshaltung und Wut im Bauch. //RRRhund\

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Punk’n’Roll: Die Hot Snakes um John „Swami“ Reis sind seit einer Weile wieder aktiv, haben im Frühling einen formidablen neuen Longplayer abgeliefert („Jericho Sirens“, im März bei Sub Pop erschienen) und sind am 8. Oktober im Schlachthof zu Wiesbaden zu Gast. Live mal gar nichts verlernt – hier ein paar Songs für KEXP. //RRRhund\

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Alternative/Songwriterin: Hab definitiv gerade wieder eine Songwriterphase – habe gestern abend bei offenen Fenstern ganz leidenschaftlich Emma Ruth Rundle in die Nachbarschaft verströmt (ich hoffe, man hat mir verziehen). Schuld ist der Besuch eines phänomenalen Konzerts der Ausnahmemusikerin vor ein paar Wochen (komme bald auf sie zurück, es steht ja eine neue Platte an). Jetzt aber erstmal zu einer anderen Favoritin aus diesem Feld. Marissa Nadler hat gerade das Video zur zweiten Single vom neuen Album veröffentlicht, das im September bei Sacred Bones Records erscheint („For My Crimes“, 28.9.). Willkommen in einem nächtlich-bläulichen Grau, in einer surrealen Welt des partiellen Identitätsverlusts, die von Regisseur Thomas McMahan wunderschön visualisiert wurde (der hat aber auch schon klasse Videos für Autolux und Drab Majesty gedreht). Musikalisch gesehen sorgen die Gäste für die exotischen Gewürze im Gericht: Kristin Kontrol (von den Dum Dum Girls) singt zusätzlich, Patty Schemel (von Hole) bedient das Schlagzeug, Dana Colley (von Morphine) bläst das Saxophon und Janel Leppin hat die Streichersounds aufgenommen. Hier ist „Blue vapor“. //RRRhund\

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Electronic/Experimental: Als Anfang der 90er Jahre durch neue technische Verfügbarkeiten – bezahlbare Computer, Sampler, Aufnahmesoftware – Produktionsmittel demokratisiert wurden, als nun wirklich alle, die Zeit, Herzblut und kreative Energien investierten, zu Hause professionell Musik aufnehmen konnten, ohne je ein Instrument spielen gelernt zu haben, entstand ein neuer Typus von Produzent, aber auch eine neue Art von elektronischer Musik. Der Wohn- oder Schlafzimmerproduzent arbeitete in der Regel komplett als Einzeller, in seinem eigenen Kontinuum, und konnte so auch noch die hintersten Ecken seines Ego ungetrübt von äußeren Einflüssen auf eine musikalische Leinwand projizieren. Die nur von den Speicher- und Rechenkapazitäten, nur von der eigenen Vorstellungskraft begrenzten, modernen Möglichkeiten der Klangerzeugung sorgten für eine gewisse Zeitspanne, an ihren ungewöhnlichen Außenkanten, für fantastische Ergebnisse, echte Innovationskraft in Stilistik, Klangbild und Rhythmik – Glitch, Drill ’n’ Bass et al. Aphex Twin, Autechre und wie die neuen Künstler alle hießen – etwa ab 1994 hatte man für ein paar Jahre das Gefühl, dass jeden Augenblick, wie aus dem Nichts, ein neues dieser Wohnzimmer-Genies auftauchen könnte. Richard David James alias Aphex Twin (AFX, Caustic Window u.v.a.) ist wohl der Prototyp dieses neuen Musikers und genießt vor allem mit seinen alten Produktionen – man denke nur an das legendäre Video zu „Come to daddy“ – bis zum heutigen Tag ungeheure Strahlkraft. Nach einer längeren Pause hat er 2014 wieder begonnen zu veröffentlichen, ohne dass zunächst eine stilistische Veränderung wahrnehmbar gewesen wäre. Mit der bald erscheinenden „Collapse“ EP (14.9., Warp Records) allerdings scheint er am Beginn eines neuen Schaffenszyklus angekommen zu sein. Die technischen Möglichkeiten von 2018 werden wahrnehmbar, Klang und Bildsprache wirken ungeheuer frisch, sind wieder bleeding edge. Nach einer Woche voller geheimnisvoller Teaser – in verschiedenen Metropolen weltweit wurden mysteriös platzierte Aphex Twin-Logos mitten in der Stadtlandschaft gesichtet – ist mittlerweile das Video zu „T69 collapse“, dem ersten Track der EP, online gegangen. In den ersten zwei Minuten passiert musikalisch nichts Ungewöhnliches, zeigt James mit stolpernden und hängenden Beats die gewohnten Aphex Twin Drill’nBass-Qualitäten – danach aber entwickelt sich der Track schlicht und einfach atemberaubend, wird alles nach und nach eingeebnet und wieder neu aufgebaut. Genau wie im Video von Weirdcore. Einmal anschnallen, bitte. //RRRhund\

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Synth Pop/Post Punk: Das superschnuffige russische Post Punk-Duo Supernova 1006 hat wohl gerade Sommerlaune. Und zwar so richtig. Die aktuelle Single „Gold“ ist junges, pures, unschuldiges Hüpfgold, trägt violette Haare mit Glitzer und läuft gerne zwischen „Missile F 1-11“ und „Ich will Spaß“. Die dürfen das. //RRRhund\

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90s Retro/Grunge/Noise Pop: Beim Hören einfach weiter im Schwimmbecken treiben – Dilly Dally mit ihrer neuen Single „Sober Motel“. Klingt zwar schwer nach 1994, ist aber 2018 erschienen. Serious 90s Retro, aber wir treiben dazu so gut im Wasser, machen ab und an ein paar Züge (one, two …), während Katie Monks, die Sängerin, sich – schön klassisch zwischen Kim Deal und einem weiblichen Lemmy – die Seele aus dem Leib kratzt. Kann man machen. FFO Pixies, Hole („Heaven“, 14.9., Partisan Records). //RRRhund\

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Dissonant Punk/Proto HC/Psycho Noise Pop: Meine Güte, sind die durchgeknallt … und schön LowFi. Da hat der Haug mal wieder was ausgegraben. Patti aus Oakland haben auf ihrer Debüt-EP („Bad Beck“, Ende Juli bei Erste Theke Tonträger erschienen) mit der Proto Punk-Mutter außer dem Namen nur wenig gemein. Vielmehr klingt das Trio aus dem sonnigen Kalifornien eher so als habe man die groovigen, kurz angebundenen Minutemen in den Proberaum der frühen Victims Family gebeamt, dabei aber leider vergessen, dass der gerade mit einer Mischung aus Acid und Speed geflutet worden war. Ein Heidenspaß. //RRRhund\

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Industrial Ambient: Perfekten Sound für die aktuelle Inkarnation des Berlin Atonal hat der U.S.-amerikanische Experimentalmusiker Celestino (bürgerlich: Gabriel Celestino Higgins) komponiert. Bei seiner Art des industriellen Ambient kann man die Nebelschwaden, die Lichtsäulen geradezu durch gewaltige, verlassene Industriearchitektur wabern, spröde-magnetische, futuristische Lichtkunst auf der gigantischen Leinwand in seinem Inneren sehen. „Beyond Enemy“ ist bereits vor zwei Jahren bei Room 40 erschienen, hat aber erst jetzt meine Ohren erreicht. Ich wollte es euch das Album dennoch nicht vorenthalten. //RRRhund\

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Nicolas Winding Refn, byNWR.com, Creative Content Plattform

Filmkunst/Creative Content Plattform: Mal was ganz anderes. Ich bin ja großer Fan von Nicolas Winding Refn. Ende Juli hat der dänische Regisseur (Pusher-Trilogie, Bronson, Walhalla Rising, Drive, Only God Forgives, The Neon Demon) mit byNWR.com eine Online-Plattform gestartet, mit der er „seine Leidenschaft für das Einzigartige, Merkwürdige und Verrückte“ ausleben will, konstant neue Inhalte online stellen wird. „Regional Renegades“ heißt der erste Teil – klassische B-Movies. Kostenlos aber registrierungspflichtig. //RRRhund\

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Electronica/Drum & Drone/Electro Acoustic/Sound Design: Irre catchy elektronischer Experimentalsound aus der deutschen Hauptstadt, der vom lokalen Industrial Techno-Sound beeinflusst ist ohne selbst Techno zu sein. Die Beats von Arikon sind nämlich eher tribalistisch afrikanisch und aus dem reduziert-dekonstruierten Slo Mo-Drum & Bass-Sektor entliehen – der Sound, in dem das Ganze daherkommt, aber dennoch bombastisch, ganz Berlin („The Prophet’s Blood is Boiling“, bei Portals Edition erschienen). //RRRhund\

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Power Electronics: Pharmakon, Puce Mary, Lingua Ignota, und jetzt … AJA. Die Britin Aja Ireland reiht sich mit ihrem fulminanten Power Electronics-Sound in den Reigen musikalisch brachialer Frauen ein, die in diesem Feld in den letzten Jahren für Aufmerksamkeit gesorgt haben. Eine moderne Herangehensweise prägt die Tracks auf dem selbstbetitelten Debütalbum (bei Opal erschienen): rhythmische Noiseelemente, brutale Schläge aus der Drum Machine, heftige Gesangsausbrüche sowie eine höllische Klanglandschaft aus Field Recordings, knisterndem Drone und ungewöhnlichem Sound Design fügen sich zu einem beeindruckenden Ergebnis. //RRRhund\

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Experimental/Minimal/Warm Psychedelic Soundscapes: Fängt an wie eine Mischung aus Ryuichi Sakamoto und Eric Satie – sprich mit minimalistischer, romantischer Klaviermusik – wechselt danach immer wieder organisch die Klangquellen und -farben, bleibt dabei jedoch konstant im warmen Sektor. „Ocean Floor“, ein Tape von Redland auf dem Gnod-Label Tesla Tapes, entspannt psychoakkustisch eure tropischen, mitteleuropäischen Sommernächte und legt sich schützend um euer Herz. //RRRhund\

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Alternative Folk/Electronica/Trip Hop/Melancholy SloMo R’n’B: Hinter dem Künstlernamen Laurence Made Me Cry steckt die Einzelkämpferin Jo Whitby, eine klassische Wohnzimmer-Produzentin, die mit ihrem Seelenmosaik „Tesserae“ ein erstaunliches Set an Songs komponiert, eine Art musikalisches Tagebuch erstellt hat, das es uns ermöglicht am Alltag ihrer depressiven Störung teilzunehmen. Einen geringen Teil der Songs könnte man durchaus dem Alternative Folk-Genre zuordnen. Überwiegend präsentiert sich die Musikerin aus Glasgow aber im Bereich spannender moderner, emotionaler Wohnzimmer-Electronica – zwischen melancholischem SloMo R’n’B, songorientiertem Electro, Trip Hop-Vibes und ähnlich gelagerten Spielarten. Und das ist der spannendere Teil. Kategorie: Von der werden wir bald mehr hören. //RRRhund\

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Solo Sax/Minimal Art: Der Multiinstrumentalist Andrew Bernstein hat sich auf seinem Soloalbum „An Exploded View of Time“ (28.9., Hausu Mountain) auf das Saxophon konzentriert. Dabei wandelt er gleichsam auf den Spuren von Terry Riley und Colin Stetson – direkte, feurige, halb improvisierte, halb komponierte Minimal Art-Stücke, die in jeweils einem Take eingespielt wurden und die Fähigkeit zur Zirkularatmung zwingend erfordern. Den Zuhörer dafür aber atemlos hinterlassen. Hier „Broken Arc“. //RRRhund\

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Alternative Rock/Psych Grunge: The Spirit Of The Beehive passen herrlich zum sich schon eine ganze Weile zusammenbrauenden 90er-Revival, haben verschwurbelten, angedrogten Alternative Rock mit Grunge- und Psych-Vibes am Start. Im September erscheint bei Tiny Engines mit „Hypnic Jerks“ das dritte Album des Quintetts aus Philadelphia. Gleichzeitig verträumt und aggressiv – die aktuelle Single „Can I receive the contact?“. //RRRhund\

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Experimental/Ritual: Die rituelle, schwedische Kult-Rockband The Skull Defekts hat im April ihre letzten Shows gespielt. Das heißt aber nicht, dass deren Protagonisten tatenlos sind – ganz im Gegenteil. Unter dem Projektnamen Saturn And The Sun frönen iDEAL Recordings-Gründer Joachim Nordwall und Henrik Rylander bereits seit 2015 ihrer Liebe für bewusstseinsverändernde Soundwelten. 60s Psych, Proto Techno und Ritualmusik dienen als Klangquellen für das im September erscheinende neue Album des Duos („In Love With The Extreme“, 21.9.). Faszinierende, tiefgründige, monotone, dunkle Ritual Electronica, die eure Eingeweide, eure Energiepunkte zum schwingen bringt – hier der Titeltrack, der zwölf Minuten eures Lebens wert ist. //RRRhund\

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The McKenzie Tapes - website

+++BLAST FROM THE PAST: Der U.S.-Amerikaner David McKenzie war von 1985 an Angestellter im Maxwell’s, einem legendären, mittlerweile der Gentrifizierung zum Opfer gefallenen Club in Hoboken, New Jersey (direkt an der Bay, gegenüber von New York), und auch sonst in den gängigen Ostküsten-Clubs in und rund um New York (Brownie’s, Bowery Ballroom, CBGB’s, Irving Plaza, Coney Island High, City Gardens usw.) mit seinem Rekorder unterwegs. Er hat dabei Shows von Bands aus dem 80er- und 90er Szene mitgeschnitten, die heute Ikonenstatus besitzen: die Pixies, die Godfathers, The Fall, The Jesus & Mary Chain, Violent Femmes, Nirvana, Mudhoney, Smashing Pumpkins, Dinosaur Jr., Sonic Youth, Butthole Surfers, Die Kreuzen, Flaming Lips, Rollins Band, Jesus Lizard, Black Flag, Hüsker Dü, Dag Nasty, Fugazi, Poison Idea und viele, viele andere, sowie en passant auch noch Underground- Klassiker wie Lou Reed, Patti Smith und Sun Ra. Auf seine Tapes hat er zum Glück gut aufgepasst, denn dem umfangreichen Archiv irregulärer Liveaufnahmen aus dieser spannenden Zeit im U.S.-Gitarrenunderground wurde vor einigen Monaten unter dem Titel The McKenzie Tapes eine eigene Website gewidmet. Bis Ende des Jahres soll das ganze Archiv zum Streamen online stehen – Zeitdokumente von unschätzbarem Wert (thx to Dangerous Minds). //RRRhund\

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Kraut-infused Post Punk: Die Bay Area-Band Marbled Eye hat mich bereits auf den ersten beiden EPs mit krautig groovenden, klaren Post Punk-Sound begeistert, bei dem sich klasse Songwriting und spannende, minimalistisch-spritzige Arrangements schön die Waage halten ohne je ins Rockistische abzudriften. Jetzt steht beim Mannheimer Label Erste Theke Tonträger auch der Debüt-Longplayer („Leisure“, 1.10.) in den Startlöchern und es gibt bereits drei Tracks zu hören. „Leisure“, der Titeltrack, wurde auch schon bei der Show im Mannheimer JUZ dargeboten und ist auch hier mein Favorit. I can’t wait until … October. //RRRhund\

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Monatliche Zusammenfassung der Kurztipps auf facebook.com/RRRsoundZ

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