+Kurz rausgehackt: Januar 2016

FuneralFuture_aiaiai

EBM Techno/Dark Underground Techno:Auf unserem Blog haben wir vor einigen Monaten das Kopenhagener Label count 0 vorgestellt, das eine ähnliche Ästhetik verfolgt wie die Techno-Sparte des Berliner Leitsterns aufnahme + wiedergabe, aber eine ähnlich hermetische Veröffentlichungspolitik wie die Kopenhagener Kollegen von Posh Isolation, die oft nur Tapes veröffentlichen. Das hat sich nun geändert. Tada! Die erste Vinyl-12″-Veröfentlichung von count 0 stammt von Funeral Future und darf in iher ganzen Herrlichkeit auf dem aiaiai-Blog begutachtet werden. Dazu gibt’s auch noch ein Interview … //RRRhund\

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DIIV_Guardian

Indie Rock/Dream Pop: Beim Guardian wiederum gibt’s die komplette neue DIIV-Scheibe „Is The This Are“ komplett im Stream (Captured Tracks, 5.2.). Ein paar gute Songs der „boy band of the Brooklyn indie scene“ (hahaha, ein Kommentator beim Guardian) sind schon dabei … zum Beispiel „Blue Boredom“, bei dem Sky Ferreiras Gesang ein gewisser Kim Gordon-Vibe innewohnt, die darauf folgende psychedisch-perlende Dreampop-Nummer „Valentine“ oder auch „Mire (Grant’s Song)“, das vorher schon im Umlauf war. //RRRhund\

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karies_Noisey

Stuttgart/Berlin Punk: Ab morgen geht die neue, selbstbetitelte 4-Songs-EP der Stuttgarter/Berliner Punk-Formation Karies in die Preorder-Phase (in Deutschland bei This Charming Man Records erhältlich). Beim Noisey gibt’s das Teil komplett im Stream. //RRRhund\

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Kinetic Tribal Electronics/Post EBM/Post Techno: „Fuckfray“ heißt die fantastische erste Single von der neuen EP der polnischen Elektronik-Powerfrau Zamilska, die mittlerweile ganz klar unter den Einfluss der Berliner aufnahme + wiedergabe-Szene geraten ist ohne aber jedoch die auch im Video deutlich sichtbare, eigene Identität aufzugeben („Undone“, 19.2.). EBM-, Tribal- und Post Techno- Einflüsse: Ja – aber alles wir auf die kinetische Zamilska-Art und Weise weitergedacht und -verarbeitet. Ganz stark. //RRRhund\

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Garage Rock/60s influenced Indie Rock: Die Wavves haben eine neue Nummer am Start – der LoFi-Rocker „Dreams Of Grandeur“ schiebt schön bassig nach vorne und transportiert dabei eine ordentliche Schippe Dreck ohne seines 60s Pop Appeals verlustig zu gehen. Der Song stammt von einer Split-7″ mit Best Coast, die im Januar im Rahmen des Ghost Ramp-7″-Aboservice erscheint. Mi gusto. //RRRhund\

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Nu Kraut: Die Suuns haben im April eine neue Scheibe namens „Hold/Still“ draußen und werden sie Anfang Juni auf dem diesjährigen Maifeld Derby vorstellen – „Translate“ hat schon mal ordentliche Krautanteile. //RRRhund\

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Punk/Old school Crossover: Bei Arte gibt’s gerade ein Feature über The Garden, die letztes Jahr nicht nur die Brückenaward-Bühne des Maifeld Derbys beehrt, sondern später im Jahr mit „haha“ auch ein klasse Debütalbum abgeliefert haben. //RRRhund\

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Punk Rock: „Memories of Youth“ von Medictation ist die letzte Aufnahme, bei der Dickie Hammond (HDQ, Leatherface) die Gitarre bedient hat. Und das hört man auch. //RRRhund\

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Ambient/Avantgarde/Electronica: Eine Lobeshymne auf das neue Label House Of Mythology! Bei den ersten beiden Veröffentlichungen, handelt es sich um das zweite Album „Are You Land Or Water“ von KKKMO, und den neuesten Geniestreich „ATGCLVLSSCAP“ von Ulver. KKKMO bescheren uns mit ihrem zweiten Output krautig-progressive Songs mit Basslines zum Niederknien, während bei Ulver diverse im Studio zum Teil nachbearbeitete Liveaufnahmen ihre wahre Größe entfalten. Sagenhaft und mehr als eine Entdeckungsreise wert! D/RRR

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Alternative/Post Punk: Heute ist der erste fette Release-Freitag des Jahres – unter anderem erschienen: „Adore Life“, das zweite Album der Savages. Gestern abend war die Band bei Jimmy Kimmel im Fernsehstudio und hat diese Liveversion von „The Answer“ zum Besten gegeben … und auch eine Gänsehaut-Version von „Adore“. //RRRhund\

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Post Punk: Zu „In my veins“ vom im letzten Jahr erschienenen Debütalbum „Scandinavia“ der Schweden RA gibt’s jetzt auch ein in Blutrot getauchtes Video – die Platte gilt übrigens wegen der Gesamtwirkung aus rohen Schwarz-Weiß-Gitarren, donnernder Rhythmusgruppe und entrückt-anämischem Gesang in der RRR-Gang als eines der Genre-Highlights aus dem letzten Jahr. //RRRhund\

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Electronic Indie/Nu Wave: Ein sehr schöner Public Memory-Edit des Synesect-Tracks „Blue rooms“ – ein spaceiger Melodieteppich groovt flüssig und entspannt voran. Das ehemalige Eraas-Mastermind weist auch hier ein besonderes Gespür für Atmosphäre und Räume auf. //RRRhund\

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Post Punk/Post Industrial: Auf bandcamp kann man jetzt das neue Pop. 1280-Album „Paradise“ komplett durchhören. //RRRhund\

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Noise/Experimental: Am vergangenen Wochenende haben die Spectres bei einem kleinen, selbst organisierten Festival die Heimatstadt Bristol gerockt. Kurz vorher wurde bekannt, dass am Karfreitag (25.3.) eine neue Platte mit Remixes vom ersten Album „Dying“ erscheinen wird; Titel: „Dead“. Außerdem haben die Jungs die Liveversion eines neuen Tracks serviert: „End Waltz“ hat definitiv keine Rockstrukturen, ist recht experimentell, und noch noisiger als sich die Band je zuvor präsentiert hat und wurde live im Malthouse Studio aufgenommen. Hier schon mal ein Track vom „Dead“-Album. Stuart Braithwaite von Mogwai hat sich „This Purgatory“ vorgenommen. Niiiiice. Andere beteiligte Künstler sind übrigens Vision Fortune, die Hookworms, Blood Music, Factory Floor, Andy Bell (Gang of Four) und noch etliche mehr. //RRRhund\

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Indie Rock/90s Alternative/Garage Pop/Songs: Wie jedes Jahr waren beim Eurosonic in Groningen etliche Perlen im Alternativprogramm „The Sound of Young Holland“ im engen O’Ceallaigh Irish Pub zu finden (siehe auch The Lumes, weiter unten). Darunter auch die relativ neue Band Slow Worries aus Amsterdam, die uns mit ihren unfassbar schönen Songs im Indie Rock-Stil der frühen 90er überwältigt haben. Die klasse Sängerin, die Songwriting-Sensibilität, tolle Gitarrenarrangements zwischen Melodie und Dissonanz – erlesen. Eine Debüt-12″ kommt jetzt im Frühjahr als Gemeinschaftsrelease von Contraszt! Rec., De Graanrepubliek und Adagio 830. Die Zeit kann man sich solange mit zwei Nummern auf bandcamp vertreiben. Bis dahin bei mir on repeat: „Garden“. //RRRhund\

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Post Punk/Noise Punk: The Lumes – dieses noch relativ frische Trio aus Rotterdam hat beim Alternativprogramm „The Sound of Young Holland“ im O’Ceallaigh Irish Pub während des Eurosonic Festivals in Groningen, Niederlande, einen starken Eindruck hinterlassen und das Publikum von Beginn an in Bewegung gesetzt. //RRRhund\

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Electronic Post Punk/Nu Wave/Synth Wave/EBM/Minimal Techno: Das kanadische Synthwave-Duo Essaie Pas aus Montréal hat für Februar mit „Demain est une autre nuit“ einen neuen Tonträger angekündigt (19.2., DFA Records). „Le port du masque est de rigueur“ ist schon mal ein starker, hypnotischer, rhythmisch treibender Track, der von den Spannung zwischen dem heiß-kalten Sprechgesang-Dialog und instrumentalen, zunehmend brodelnden Synth-Auftürmungen lebt. New Wave-Klassik, neu interpretiert – läuft demnächst. //RRRhund\

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Experimental/Noise/Industrial/Post Punk: Dürfen den Kontinent auch gerne mal mit Tourdaten beehren – Blood Music (UK, Diagonal Records). //RRRhund\

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Alternative Rock/Post Hardcore/Post Punk: Dass die Big Ups aus New York demnächst ihr zweites Album am Start haben, hatte ich schon kundgetan („Before a Million Universes“, 4.3., Tough Love Records). Die neueste Vorab-Single „National Parks“ erinnert an die Arrangement-Strukturen von Slint AKA klassisches 90er Tension- and Release-Material. //RRRhund\

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Art Punk/Post Punk/Noise Rock: Death Index ist das wenig poppige neue Projekt von Merchandise-Sänger Carson Cox und Marco Rapisarda (La Piovra, Sgurd, Archaic), dessen selbstbetiteltes Debütalbum (26.2., Deathwish) in Berlin, Florida, und Palermo aufgenommen wurde. Die Hörprobe „Little ’n‘ pretty“ bietet einen Uptempo-Beat, lärmende, Feedback-schwangere Gitarren und nöligen Sprechgesang. Erinnert an die frühe Phase des Art Punk (Birthday Party und Konsorten) und vielleicht auch ein bisschen an die letzte Destruction Unit-Scheibe sowie den rohen New York-Post Punk-Sound von Greenberg. //RRRhund\

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Indie/Alternative: Alex Turner (Arctic Monkeys) und Miles Kane (Ex-Rascals) haben ihr Projekt The Last Shadow Puppets wiederbelebt – mit einer neuen Scheibe ist 2016 wohl zu rechnen. „Bad Habits“ rollt jedenfalls schon mal munter nach vorne – gute Nummer, macht Spaß. //RRRhund\

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Post Punk: „Chromidia“ ist ein weiterer Song vom neuen Pop. 1280-Album „Paradise“ (22.1., Sacred Bones) – Birthday Party scheint bei den Inspirationsquellen vieler Bands gerade wieder ganz oben auf der Liste zu stehen. Well, es könnte schlimmer sein – ein energiegeladenes Teil. //RRRhund\

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DJ set: Alter Hut, aber immer noch geil – das Boiler Room Set von Trentemøller von 2013 auf einem Schiff; fängt mit einem Heidenkrach und „Paradise“ von den White Hills an, dann Soft Moon und yada, yada, yada, drölfmilllionen Tracks, die ich ich liebe und in den letzten Jahren auch oft gespielt habe. A classic. //RRRhund\

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Electronic/Krautrock/Dark Wave: Public Memory ist eine neue elektronische Formation auf felte, die stilistisch zwischen Kraut, Dark Wave und Trip Hop einzusortieren ist, und mich dadurch auch an die tollen Eraas erinnert. Kein Wunder, handelt es sich bei Public Memory doch um das neue Projekt des Eraas-Masterminds Robert Toher. „Wuthering Drum“, der Longplayer, kommt dann irgendwann dieses Jahr. Die Drums sind Trip Hop-ig, die elektronischen Sounds und der Gesang abgespaced, die Harmonien sehr kühl. Starke Nummer: „Ringleader“. //RRRhund\

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Dreamgaze: Neues von der Dream Pop- und Shoegaze-Formation Be Forest aus Italien – „Glow“ heißt die neue Single, die (vorerst nur) als Flexi-Disc in Verbindung mit einem neuen Bandfanzine erscheinen wird. Vorgestellt wird das Ganze bei der Show auf dem Eurosonic-Festival in Groningen. Schön, schön, da bin ich nämlich … //RRRhund\

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Space Rock/Motorik Beats/Post Punk: Die White Hills haben angefangen, ihre raren Obskuritäten-Compilations, die in den letzten Jahren ausschließlich auf den Live-Touren zu erstehen waren, auf bandcamp zu stellen. Den Anfang machen die Compilations „Oddity I“ bis „Oddity III“. //RRRhund\

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Alternative/Post Punk: Kurz vor Veröffentlichung des neuen Savages-Albums „Adore life“ (22.1., Matador) hat die Band ein neues Video zur Studioversion von „Adore“ online gestellt. Der im Tempo eher getragene, aber dynamische Song ist schon durch Livevideos in Umlauf gewesen und zeigt die Band von einer neuen, eher songorientierten Seite; eine Facette, die an die Entwicklung der Kopenhagener Bands erinnert, bei den Savages aber durch den herausragenden Gesang eine ganz besondere Qualität hat. //RRRhund\

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Psych Rock/Space Rock/Nu Kraut/Indie Rock: „Beta Male“ ist eine neue Hörprobe aus dem Debütalbum der Psych-Rock-Formation Ulrika Spacek, das Anfang Februar bei Tough Love Records erscheint („The Album Paranoia“, 5.2.). Eröffnet wird die Nummer von einem zweieinhalbminütigen Instrumentalteil mit gutem Flow und dynamischen Build-up inklusive Stooges-artigen Fuzz-Gitarren; sobald der Gesang einsetzt, bewegt sich die Nummer in etwas weichere, abgespacte Gefilde ohne ihren Fluss einzubüßen. Am Ende geht’s natürlich auch wieder instrumental raus. Für Freunde von Hawkwind oder auch der Spacerock-Phase von Motorpsycho zwischen „Angels and Daemons at Play“ und „Trust us“. //RRRhund\

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Cover version/Dub dancefloor: Das ist aber schade, dass dieser Cut nie erscheinen durfte – The Bug hat sich als Auftragsarbeit mit dem Spaceape am Mikro „Guns of Brixton“ von The Clash vorgenommen, und das Ergebnis ist dieser hübsch angenoisete Space Dub. Würde ich glatt spielen – wer presst das Teil also als Bootleg auf Vinyl? Ach Mist, ich vergaß … *g* //RRRhund\

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Experimental: A formidable new year … /cstx

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Death Rock/Post Punk/Nu Wave: Die Schnuckelchen von den White Hills haben als kleines Neujahrsgeschenk eine Coverversion von Christian Deaths „Cavity“ eingespielt und als Kostenlos-Download auf ihre Bandcamp-Seite gestellt. Nice. //RRRhund\

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Electronic/Nu Kraut/Space Disco/Dream Pop: Sehr ätherisch und lebensbejahend ist „An Arabesque“, erste Hörprobe und zugleich Titelstück des neuen Albums von Cloudland Canyon (5.2., Medical Records). Kip Uhlhorn, das Mastermind hinter dem Space-Elektronik-Projekt, hat die Scheibe in Zusammenarbeit mit (ehemaligen) Mitgliedern von Panther Burns, Alex Chilton, Big Star, den Flaming Lips und LCD Soundsystem aufgenommen – co-produziert hat Pete Kember von Spacemen 3. //RRRhund\

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Electronic/Nu Kraut/Space Disco/Dub: The Woodleigh Research Facility ist das neo-krautige Elektronik-Projekt von Andrew Weatherall und Nina Walsh, das zwischen Space Disco-Grooves, Dub-Soundeffekten und Synth-Experimenten angesiedelt ist. Darüber liegen cleane Gitarrenspuren – ab und an findet auch ein verzerrter Bass ins Klangbild des fast 10-minütigen „Taqiya“ („The Phoenix Suburb (And Other Stories)“, 4.1., Arcade Sound). Gute Nummer. //RRRhund\

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