+Kurz rausgehackt: Juni 2015


Post Punk/Tribal Goth: Schöne Mini-Dokumentation von Electronic Beats/Slices über die Denk- und Arbeitsweise von Luis Vasquez von The Soft Moon mit Liveausschnitten vom letzten Gig in Berlin. //RRRhund\

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Garage Punk/Skate Punk: Vorenthalten habe ich euch bisher das sehr witzige, neue Video von Fidlar zu „40oz on Repeat“, das eine gefühlte halbe Tonne klassische Musik-Videos zitiert (Beastie Boys, Soundgarden, Weezer, Devo, Oasis, Hives …). Die Garage-Punk-Band aus L.A. hat im September mit „Too“ das zweite Album am Start, das mittlerweile in der Preorder-Phase ist. //RRRhund\

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Elektronik/Soundtrack: Posh Isolation hat gerade einen Vinyl-Re-Release von Erik Enocksons Soundtrack-Arbeit für „Apan“ draußen, der ursprünglich für den gleichnamigen Film („Der Affe“) des schwedischen Regisseurs Jesper Ganslandt komponiert wurde. Dann entschied sich der Regisseur um, und es wurde gar kein Soundtrack verwendet. Die Synth- und Bass-lastige Komposition von Enockson kann gerade auf soundcloud komplett im Stream begutachtet werden. //RRRhund\

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Belgischer Noise Rock: 10 Belgian Noise Rock Bands Who Are Crushing It – was bei unseren belgischen Nachbarn Underground-technisch so abläuft, bleibt ja hierzulande mit wenigen Ausnahmen meistens unter dem Radar, und das völlig zu unrecht. Deswegen ist dieses kleine Feature bei MTV Iggy durchaus willkommen … //RRRhund\

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Post Rock classic: 18 Jahre nach Erscheinen von Mogwais Post Rock-Meilensteins „New Paths to Helicon“ (7″ von 1997, am einfachsten zu haben auf der „Ten Rapid“-Compilation) gibt es nun ein wundervolles Video zum Live-Gassenhauer „Helicon 1“, das die melancholisch-maritime Atmosphäre des epischen Monstertracks visuell perfekt umsetzt. Wunderschön. //RRRhund\

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Gitarren/Songs/Alternative Rock/90s Emo Rock: Annabel sind aus dem tiefsten Mittleren Westen (genauer Akron, Ohio) und haben gut arrangierten, melodischen, Song-orientierten, schwelgerischen, Emo-Rock im Stil der späten 90er Jahre im Gepäck ohne etwas Neues hinzuzufügen (Freunde der „Clarity“-Phase von Jimmy Eat World dürften entzückt sein). Und Annabel machen genau das, was ich heute brauche … („Having it all“, gerade bei Tiny Engines erschienen) //RRRhund\

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Electronic: Das neue Video zu John Carpenters „Night“, in dem der Meister selbst zu sehen ist …

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Post Punk/Copenhagen: Iceage, The Acheron, New York, 16. Juni 2015 – ein 35 min-Live-Set, dokumentiert von Unartig … //RRRhund\

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Noise Rock: Zu „A mural is worth a thousand words“ von den Heads. gibt’s jetzt auch ein Video. Nächste Woche dann live im Vorprogramm der Kanadier Metz (25.6., Köln, MTC). Ich bin schon heiß auf die Show … und Ende August dann natürlich auf dem 6. Mannheimer Brückenaward. //RRRhund\

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Experimental/Noise: Der großartige Ian Dominick Fernow in seiner Prurient-Inkarnation, live in der Saint Vitus Bar in Brooklyn, New York, Juni 2015 – natürlich mal wieder dokumentiert von Unartig. „Frozen Niagara Falls“, das neue Album von Prurient, muss man wohl als den bis jetzt erfolgreichsten Versuch ansehen, der experimentellen Noise-Szene einen Pop-Appeal zu geben. Ganz stark und hiermit empfohlen. //RRRhund\

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Indie/Naive Pop Instrumentals/Soundtrack-artig/très charmant: Gerade bei Alien Transistor erschienen ist das selbstbetitelte Debütalbum von Le Millipede, dem Soloprojekt des Münchner Multiinstrumentalisten und Jazzmusikers Mathias Götz, den man sonst als Posaunist von Micha Achers Projekt Alien Ensemble kennt (also aus dem The Notwist-Umfeld). Mit Hilfe von Klavier, Xylofon und Glockenspiel, Stylofon, Moog, Harmonium, instrumental eingesetzem Gesang und seinem Hauptinstrument schafft Götz charmante, Filmsoundtrack-artige Pop-Instrumentals, die durch die bewusst sehr einfach gehaltenen Arrangements enormen Charme versprühen und den Zuhörer sofort einfangen. Hier das fantastische Video zu „Happy Planet Index“. //RRRhund\

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Experimental/Electronic/Tribal/Post Punk: Gerade erschienen ist eine neue 12″ von Simon Pomery AKA Blood Music auf Powells Diagonal Records („Chicks/Badgering“, 29.6.). Auf soundcloud gibt es gerade den Helm-Remix der A-Seite als Hörprobe – düsterer Tribal-Sound mit Noise-Schleifen und jeder Menge Atmosphäre. Essenziell. //RRRhund\

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Indie Rock/Proto Punk: Zwei schön rohe Coverversionen von Cyndi Lauper („Money changes everything“) und den Sexy Kids („Sisters are forever“) haben die charmanten kanadischen Indie Rockern Ought für Aquarium Drunkard aufgenommen … //RRRhund\

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Drone kings: Sunn O))) haben in den letzten Tagen 67(!) Live-Bootlegs aus den verschiedensten Quellen auf eine speziell dafür eingerichtete Bandcamp-Seite hochgeladen und bieten diese auch umsonst oder für einen freiwilligen Beitrag zum Download an – die dokumentierten Shows reichen bis ins Jahr 2002 zurück, es sind aber auch ganz neue Live-Sets enthalten. Die Band betrachtet die bandcamp-Seite als Live-Archiv und bittet um weitere Einsendungen von Aufnahmen (via PtNotR). //RRRhund\

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Electronic/EBM/Techno/Post Industrial: Bei aufnahme + wiedergabe in der Preorder-Phase ist „Future Tyrants“, eine neue 12″ von Blush Response (29.6., Vinyl oder digital bei bandcamp) mit dem typischen, aktuellen, kalten Berliner Elektronik-Sound zwischen Techno, EBM und Post Industrial. Einen Track gibt’s jetzt schon: „Fenix“. //RRRhund\

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Electronic/Dancefloor/Experimental/Noise: Bei The Quietus gibt es gerade ein hervorragendes Feature über den Londoner Elektronik-Musiker Powell, der in den letzten Jahren mit seinen eigenen Veröffentlichungen und den Releases auf seinem Diagonal-Label (Blood Music!) aus den Trümmern von Post Punk und No Wave ein eigenes kleines Dancefloor-Imperium mit eigenständiger musikalischer und ästhetischer Sprache kreiert hat. Mit seinen letzten Veröffentlichungen hat er – auch aus meiner Sicht – nochmal einen Riesensprung gemacht. //RRRhund\

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Indie Rock/Songs/C86 jangle/Bootgaze: Eine echte Perle, die Groschi von 12XU da mal wieder gepostet hat. Flesh World entstammen der DIY-Szene von San Francisco und sind ursprünglich nur ein Nebenprojekt von Limp Wrist-, Needles- und Brilliant Colors-Mitgliedern. Auf ihrem ersten Longplayer „The Wild Animals in my Life“ (gerade bei Iron Lung erschienen) gibt’s melancholische Spitzen-Songs in Schrabbel-Indie Rock-Form zwischen C86 und Queercore zu hören – Kraft, Klasse und Atmosphäre, alles vorhanden. Besonders der Album-Closer „Here in the Dark“ hat’s mir angetan. //RRRhund\

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Experimental/Electronic/Abstract/Avantgarde/Psychedelic: Kvien & Sommer ist der Name des norwegischen Projekts der Sängerin Mari Kvien Brunvoll und des Multiinstrumentalisten und Elektronik-Spezialisten Espen Sommer Eide (Alog, Phonophani). Auf dem russischen Label Full of Nothing ist mit „Weathering“ nun ein Tape mit vier längeren Tracks von Kvien & Sommer erschienen, das via bandcamp auch in digitaler Form erhältlich ist. Die Musik der beiden Ausnahmekünstler bewegt sich auf dieser Veröffentlichung im Grenzbereich zwischen abstrakter Modular-Elektronik und diversen, psychedelisch verfremdeten, analogen Klangerzeugern (z.B. auch ein Dudelsack) – zusammen mit dem selbstsam entrückten Gesang von Brunvoli entsteht ein sich ständig organisch fortentwickelnder, imaginativer Klangteppich im Breitwandformat. Ein musikalisches Hinterland mit völlig eigenen Klang-Koordinaten, das mich etwas an die Herangehensweise auf der letzten Veröffentlichung der Londoner Formation Tomaga erinnert. (A propos: Wie wär’s mit einer gemeinsamen Tour?). Hier „Karelian Stones“ //RRRhund\

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Experimental/Psychedelic Underground/Enlightened/Tribal/Ethno: Auf dem Pfad der Erleuchtung mittels manischem Tanz scheinen sich Liberez zu befinden – das suggeriert zumindest das neue Video des Trios aus Southend-on-Sea. Das mit hypnotischem Ethno-Groove in sich selbst kreisende „Grease the axles“ entführt auf andere Bewusstseinsebenen. Vor allem durch John Hannons leidenschaftliches Violinenspiel klingt das Stück für meine Ohren dabei wie eine sehr gelungene musikalische Verbeugung vor klassicher Sufi-Musik. Deep. („All Tense Now Lax“, Night School, 24.7.) //RRRhund\

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