+Kurz rausgehackt: Mai 2017

Vibes für Ambient-Musikologisten: Oh my, très beau. Wenn sich Minimalism-Töne in einem nicht-linearen Raum intim ausbreiten, der weder Anfang noch Ende haben muss, dann befinden wir uns inmitten des kanadischen Klang-Kontinuums von Kara-Lis Coverdale. Mlle Coverdale – bei Tag professionelle Orgelspielerin aus Montreal – beglückte mich akustisch in diesem Frühjahr bereits mit ihrem Live Electronics Set auf dem Experimental-Event „The Long Now“ im Kraftwerk Berlin. Außergewöhnlich das. Gehört liegend im Feldbett (direkt gefolgt von Meister Alvin Lucifer). Ihr jüngstes Vinyl-Release „Grafts“ besteht aus drei subtilen Teilen, die zu seidigen (Luft?)Wellen werden. Streichelt cerebral und emotional und könnte ebenfalls vorzugsweise in der Horizontale (Mist-hab-kein-Feldbett-und-kein-Kraftwerk, anyone?) gehört werden. Surrender yourself to sound und so. \K

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Drone Rock/Instrumental: Neue Musik von Jim Jarmuschs, Carter Logans und Shane Stonebacks Dröhnrock-Band Sqürl, die vor allem mit dem Soundtrack zu Only Lovers Left Alive einigen Bekanntsheitsgrad erreicht hatte, um die es seit einiger Zeit aber recht still geworden war. „The dark rift“ stammt von der bald erscheinenden „EP #260“ (Sacred Bones Records, 14.7.) und präsentiert das Trio in seiner gewohnt spröden, quälend-schleppenden Form. Auf den Folläkzoid-Remix, der ebenfalls auf der EP sein wird, bin ich sehr gespannt. Aber den gibt’s jetzt noch nicht zu hören. //RRRhund\

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Synth Wave/Power Wave/80s Retro: Dass die Franzosen Carpenter Brut zur Speerspitze des 80er Retro Synth-Wave-Sounds zählen, war mir eigentlich schon länger klar. Dass die Jungs in der Livessituation so einen unfassbaren Bombastsound inklusive Flying-V-Posing fahren hatte ich aber nicht wirklich auf dem Schirm. Hier ein ultrafettes Power Wave-Cover von Michael Sembellos 1983er Flashdance-Klassiker aus dem Pariser La Cigale inklusive ironischem Slasher-Video – macht mächtig boom und war letztes Jahr wohl oft der Abschluss der Shows. Auf der nächsten Tour schaue ich mir die an … Liveplatte kommt Ende Juni („Carpenterbrutlive“, 30.6.) //RRRhund\

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Psych Rock/Space Rock: Das neueste Video der saarländischen Psych-Rock-Band Yagow kommt genretypisch hübsch im Vintage-SciFi-Look. Und soundtechnisch relaxed-wuchtig mit Space-Rock-Vibe: „Time to get rid of it“. FFO Hawkwind, 35007/Loose, End-90er Motorpsycho et al (s/t, 16.6., Crazysane Records) //RRRhund\

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Post Rock/Post Metal: Attenzione! Die Schweizer When Icarus Falls hauchen mit ihrem sensationellen Output „Resilience“ einem, meines Erachtens, längst totgeglaubten Genre frisches Leben ein! Das in Stockholm von Markus Lindberg (RA, Heads., Cult of Luna) produzierte Album erschien auf dem momentan zurecht gehypten Label Czar Of Crickets. Ansage! Der Opener „One last stand“ … ❤️ D/RRR

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Elektronik: Meow …. wilde doppelt- und dreifach-geschichtete sprunghafte Rhythmus-Partikel, die ineinander gewebt durch die Lauscher galoppieren: „Nyakinuya Rise“ ist ein ruheloser Trommel-intensiver Track aus dem Album „Black Origami“ der amerikanischen Elektronik-Produzentin Jerrilynn Patton alias Jlin. Geprägt von super-kleinteiligen, wohl fremd-samplefreien, hier auch afrikanisch anmutenden Percussion- und Stimmschnipseln. Ich kann und möchte das Stück nicht schubladisieren, klar ist: keine Entspannungsmusik, sondern ausgesprochen dynamisches Zeug. Passt zur aktuellen Energiesituation hier. Jlin ist insgesamt ziemlich genrefrei unterwegs – wie angenehm. \K

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Alternative: Eine der spannenderen neuen Bands, die ich auf dem Great Escape-Festival gerne gesehen hätte, aber aufgrund massiven Andrangs zweimal verpasst habe, ist das Süd-Londoner Trio HMLTD, das den Gestus des schrägen, theatralischen Mitt-80er Nu Wave in die Soundmoderne transportiert und bisher ein paar 7″es veröffentlicht hat. Die können gerne mal zusammen mit den Amis The Garden touren – das wäre eine witzige Mischung. Hier „To the door“. #tge17 //RRRhund\

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Ghostly Future Soul/Psychedelic Lovers Rock: Vor ein paar Jahren hatte ich schon einmal die Debütsingle von Jabu im Set – jetzt ist das Trio aus dem Dunstkreis des Bristoler Young Echo-Kollektivs beim Londoner Kultlabel Blackest Ever Black gelandet und präsentiert mit „Fool if“ eine wunderbare erste Single vom Debüt-Longplayer „Sleep Heavy“: aus Dub-Roots geborener, geisterhaft-verträumter, melancholisch-psychedelischer Future Soul mit großem Tiefgang. //RRRhund\

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Latin Psych Rock: Eine weite psychedelische Landschaft bereisen Las Cobras auf „Temporal“, ihrem Debütalbum für das Kultlabel Fuzz Club Records. Irgendwo zwischen Slowdive und The Brian Jonestown Massacre was die Gitarrenkoordinaten angeht; aber da ist dann eben auch noch diese südamerikanische Klangwelt, mehr oder weniger subtile Tropicana-Einflüsse, die sich quer durch’s ganze Album ziehen und dem Duo aus Canelones, Uruguay die ganz eigene Soundidentität liefern. Kleinstadt-Eskapismus the mysterious way: „So much love“. //RRRhund\

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Lynchianische-Something-Nostalgie x lauwarme Depression: Ich hatte schon immer eine Schwäche für den süßlichen Dream Pop von Beach House. Ende Juni wird nun ein Bündel Rares auf einer B-Seiten und Raritäten Kollektion ans Licht gebracht. Bisher unveröffentlicht war das vor einer langen Weile aufgenommene Stück „Chariot“. Weckt bei mir denn auch gleich Assoziationen zu den Motiven »Progression und Bewegung«. Vielleicht eine Fahrt an einem melancholischen Tag. Manchmal rückblickend, niemals steuerlos, sich maximal weit von seinem alten Leben entfernend. Das vermutlich in einem älteren Cabrio, unter leichtem Süd-Meeres-Wind und intensiver Abendsonne, auf die bald die ganze Milchstraße fallen wird … dieser Schluss, könnte noch ein wenig länger anhalten. „A sunny day in their chariot – were they waving back to you?“ \K

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SupportYourUmDieEcke und „Heut in der Presse fremd, was dein Interesse hemmt“ ::: nichtsdestotrotz bringt die hiesige Böckstraße mit Geizz T aka Labkopp aka aka aka … wieder souveränen Bassturnblubber. Etwas smuhther als sonst, vielleicht wegen der Kombi Doppel-12″ mit Lize Rec Berlin. Und schliesslich müssen die Kubikmeter Modularhardware ja auch erst mal ROI-mäßig rebounced werden … Leider tritt der Mann nie auf. No public stalking allowed. Mit kontinuierlichem Output, virtuosem Lötkolbengefuchtel, Uhrmachergeklacker und zahlreichen Störgeräuschgeneratoren ist er immer shöön bei runtergelassenen Rolläden am Werkeln since 19XY. Googlen bringt auch nix … 40Hz-Erkenntnis: retrophone Bassdrum-Russenmikros sind unnötig. #holperbumtschakk #sommerwindhose //AOAii

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Alternative/Electronic Indie/Nu Kraut: Eine der schönsten Wiederentdeckungen auf dem diesjährigen The Great Escape-Festival in Brighton waren die Gallops, die mit einer emotionalen, elektronischen, Kraut-inspirierten Wall of Sound und wuchtigen Grooves den gesamten Keller des proper gefüllten Komedia Clubs in Bewegung setzten – eine klasse Live-Band. Play loud: die Livefassung von „Darkjewel“ vom Comeback-Album „Bronze Mystic“ (bei Blood And Biscuits erschienen). Hier noch das ebenfalls sehr schicke Video zur Studioversion. //RRRhund\

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Alternative Rock: Und wieder einmal Belgien! Die längst verschollen geglaubten Millionaire kehren nach Jahren der Versenkung mit „Sciencing“ zurück und bescheren dem geneigten Hörer einen psychedelisch-wuchtigen Ohrgasmus in Form eines düsteren Sommeralbums inklusive dem Video des Jahres(!) zur ersten Singleauskopplung. D/RRR

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Electro Wave/EBM: „Unter die Haut“ ist die aktuelle Single vom neuen Album der Stuttgarter Electro Waver Die Selektion und war eines der Highlights beim Gastspiel in der Heimatstadt vor ein paar Wochen – auch weil der Song schön EBM-artig nach vorne geht und dabei dank moderner Produktionsideen im Jetzt bleibt. Die verhallte Trompete von Hannes Rief und melancholische Synthflächen sorgen für den atmosphärischen Gegenpol zur harten Rhythmik, die perfekt von Luca Gillians pointiertem Gesangsstil getoppt wird. Definitiv ein Hit und demnächst bei mir im Set. Übrigens eine sehenswerte Liveband, catch them if you can. („Deine Stimme ist der Ursprung jeglicher Gewalt“, 30.5., aufnahme + wiedergabe). //RRRhund\

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Post Punk/No Wave Funk: Die New Yorker Formation Guerilla Toss ist ganz wunderbar von der bunten Welt des End-70er/Früh-80er No Wave-Funk beeinflusst – von den harten, spröden Sachen ebenso wie von den Eno-produzierten Scheiben der Talking Heads –, interpretiert dieses Erbe aber in einem futuristischen Soundkontext und hieft die Geschichte damit in die Gegenwart. Es gibt gerade nicht viele Bands, die so einen Sound haben, sehr schön („GT Ultra“, 23.6.). //RRRhund\

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Dänischer Tech-Stuff. Like really, Tech: Irgendwann. Irgendwann wollte ich mal ein RRR-Feature über das sehr interessante Kopenhagener Electronic Label Blodrøde Floder schreiben. Artikel war in Arbeit, doch dann wurde das Label unverhofft in einen tiefen Schlummerzustand gelegt. Meine geschriebenen Worte verstummten ebenso … schade das. Jens Konrad hat nun unter dem Moniker Lyra ein neues Audio-Spielfeld gefunden, zusammen mit dem Co-DJ/-Produzenten Hjalte. Der teils massiv-energetische, teils auf der ruhigen Seite befindliche Techno-Sound auf „Synkronudspring i tomt bassin“ ist weit weg von der vorherigen speziellen dänischen Variante des Industrial Ambient Noise (z.B. Sansernes Rus oder Hvide Nætter). Released ist die Debut-EP des Duos jetzt frisch auf dem neuen eigenen Label Petrola 80. \K

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Post Punk: „My idols are dead and my enemies are in power.“ So steht’s gerade auf der Facebook-Seite von Sextile geschrieben. Keine Ahnung wie’s bei den ehemaligen Mitgliedern von Sigue Sigue Sputnik gerade gesundheitlich aussieht, aber ein bisschen wie das klassische „F1-11“ klingt „One of these“, die neue Single der Band aus Los Angeles, schon. Etwas langsamer, dafür ein bisschen giftiger: Pumpender Sequencer-getriebener Beat, schnarrende Gitarren. Demnächst in der Post Punk-Disco ihrer Wahl … //RRRhund\

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Psych Rock/Stoner Rock/Kraut Rock: Das neueste Pferd im exzellent besetzten Stall von Crazysane Records ist die saarländische Psych Rock-Formation Yagow, die auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum im Reich der 70er-Vibes unterwegs ist. Von relaxten, krautig-spacigen Build-Ups in Kräuter-Nebelschwaden (yep, Stoner Rock-Universum) über Wüsten-Fuzz-Rock hin zu Hawkwind-artigen Space Rock-Klängen: die Hörprobe „Snake Charmer“. //RRRhund\

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Sludge/Stoner Rock: Lobende Erwähnung aus einem Genre, das hier im Moment ob ausgetretetener Pfade und ermüdender Wiederholungen (sowie aufgrund anderer Hörgewohnheiten) nur noch selten Liebe erfährt. Das Süd-Londoner Quartett Part Chimp hat Mitte April mit „IV“ nach acht Jahren ohne neuen Tonträger ein außergewöhnlich gutes Comeback-Album abgeliefert, das stilistisch zwar nichts Neues zum Genre beiträgt, aber mit cleveren Arrangementideen und massiven, kompromisslosen Gitarrenwänden überzeugt (beim Mogwai-Label Rock Action erschienen). Brutalo-Black Sabbath-Vibe für 2017: der Album-Opener „Namekuji“ (thx Chris!). //RRRhund\

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Experimental/Saxes’n’Drone: Serious Alex alarm. Alex Zhang Hungtai (Dirty Beaches, Last Lizard) hat ein neues Projekt namens Love Theme (s/t, 23.6., Alter) am Start, und es ist alles wie immer: Was der Mann in seine musikalischen Finger kriegt, wird zu Gold, egal ob es sich dabei um modernen, dreckig-urbanen Nu Wave oder wie eben im Fall hier um ein Drone-Saxophon-Improvisationstrio mit Austin Milne und Simon Frank handelt – immer schimmert das Herzblut des entwurzelten Reisenden durch. So auch beim Album Opener „Desert exile“. //RRRhund\

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Synth/IDM/Power Ambient: Seit 8 Jahren das erste musikalische Lebenszeichen von Joshua Eustis in seiner Telefon Tel Aviv-Inkarnation – und was für eins. „Something akin to lust“ beginnt sphärisch-moderat und baut dann gemächlich eine gewaltige emotionale Synth-Soundwand auf. Killertrack! (auf der 79A-Compilation auf bandcamp zu finden). //RRRhund\

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Post Punk/Nu Kraut/Trance Punk: Immer wenn man meint, zum Thema Kopenhagener Post Punk-Szene sei bereits das letzte Wort gesprochen, kommt eine aufregende Band um die Ecke, die dem Sound der Stadt neue Facetten hinzufügt. Die Rede ist von den Jungs von Lød, die ihre Variante von Post Punk mit der Monotonie des Kraut Rock, dem spröden Charme des No Wave, dänischen Texten – vor allem sehr überzeugend und tanzbar zum Besten geben. Immer wenn man meint, dass man jetzt weiß wie es weitergeht, bieten Wendungen im Arrangement einen coolen Twist. Gut, frisch, interessant: die Hörprobe „Folder“ (s/t EP, 30.6., Tough Love) //RRRhund\

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Über den rauen Boden geschleifter HipHop Doppel-Trip aus Philly: Die live überaus beindruckende Moor Mother hier in neuer Kollaboration mit Mental Jewelry. „Hardware“, Vorgeschmack für mehr-davon im Juni. „We just spent hours talking about music before we even recorded a track“. So musses sein. Dat girl. \K

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Dark Electronics/Post Techno: Neues von der spannenden polnischen Elektronikdame Zamilska, die uns ja auch bereits eine ordentliche Wegstrecke begleitet – die neue Single „Closer“ gibt aktuellem italienischen Elektro-Futurismus die spezifisch polnische Note. Die schmerzhafte, einsame Suche nach dem immer Neuen in einer konsumgetriebenen Welt. //RRRhund\

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Alternative/Post Punk/Nu Wave: Neue Single von Chain of Flowers aus dem walisischen Cardiff – das frühlinghafte „Let your light in“ (16.6., Alter Records) spendet Licht und Kraft – kämpft mit einer Ode an die Freundschaft gegen die Welle der Dunkelheit an, die die Welt im Augenblick zu verschlingen droht. Uhhh, das war jetzt pathetisch. Passt aber zu diesem warmen, euphorisch-jugendlichen Nu Wave-Track. Und zur Jahreszeit. //RRRhund\

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Punk: Wahrscheinlich liegt’s am Besuch der Ratttengold-Show in Frankfurt, dass ich gerade mal wieder richtig Bock auf Punk habe. Vor allem wenn er so energiereich daherkommt wie bei Sievehead aus der DIY-Szene von Sheffield, die auf ihrem neuen Album „Worthless Soul“ feinste Einflüsse aus dem dunkleren Teil der UK-Hardcore-Szene verarbeiten. Hat ordentlich Hummeln im Arsch und kann Anfang Juni auf dem Pfingstfest im JUZ begutachtet werden. //RRRhund\

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Experimental/Drone/Free Jazz/Industrial/Modular Synth/Noise: Im Nachgang zur zweiten LP „The Shape of the Dance“ hat unser Londoner Lieblingsexperimental-Duo Tomaga gerade digital noch eine EP namens „Greetings From The Bitter End“ rausgehauen. Enthalten sind zwei neue Tracks sowie zwei Remixe vom letzten Album, die $hit & $hine und Cavern of Anti-Matter beigesteuert haben. Bei diesen Beteiligten ist schon mal klar: Quality all over! Zu hören gibt es warme, gerne auch mal groovende Experimentalsounds zwischen einem 70er Kraut’n’Prog-Vibe und modernen Klangexperimenten – multiinstrumentale Tracks, die ab und an auf Modular Synth-, Drone- und Industrial-Elemente zurückgreifen. Vor allem aber großartige Musik, die zwischen allen Stühlen sitzt. Und damit bei uns genau richtig aufgehoben ist //RRRhund\

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Crossover Everything/Experimental Metal: Just in – „Opus brain“, das erste Video von der neuen Igorrr-Scheibe. Wie immer mit abgedrehten Rhythmus- und Stilwechseln: Drum & Bass, klassischer Gesang, Ethnosounds und Avantgarde Metal im Cut-up-Modus – alles in einem Track. Das Video dazu zwischen Jeunet + Caro-Frühphase und Jodorowsky. Völlig irre. //RRRhund\

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Croation Amor im Sream beim Fact Mag

Synth/Bubblegum Industrial: „Finding people“, die sehr gelungene neue EP von Lohke Rahbeks Soloprojekt Croation Amor, gibt’s jetzt beim Fact Mag vorab komplett im Stream (5.5., Posh Isolation). //RRRhund\

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Experimental/Post Rock/Ambient: Das französische Experimental-Kollektiv Oiseaux-Tempête hat gerade ein neues Album veröffentlicht, das teilweise in Beirut eingespielt wurde. „Al-’An ! الآن (And your night is your shadow – a fairy-tale piece of land to make our dreams)“ ist bei Sub Rosa erschienen und in Kollaboration mit einer illustren Schar von Mitstreitern entstanden (zu den bekannteren zählen Paul Régimbeau AKA Mondkopf sowie G.W. Sok von The Ex). Auf ihrem Zweitwerk gelingt den Franzosen wieder die organische Verknüpfung von analogen mit elektronischen Klängen, das Entfalten einer dem Post Rock entlehnten Dynamik von Ambienthaften bis zu massiven epischen Soundwänden. Hier das Teaservideo, das einen schönen, atmosphärischen Eindruck von der Klangarbeit der Band vermittelt. //RRRhund\

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Indie Rock/Motorik Beats/Post Everything Guitar Music: Suralin aus Chemnitz haben eigentlich als Nebenprojekt begonnen, zumindest sind alle Bandmitgliedern in den unterschiedlichsten anderen Projekten aktiv. Die hohe Qualität, die das Quartett auf seiner neuen Single „Bone Run“ mit seinem motorisch getriebenen, minimalistischen Post-Everything Indie Rock erreicht, kann man jedoch keineswegs nebenbei abtun – gutes Songwriting und klasse, dezent atonale Gitarrenarbeit mit 90er Vibe: Ich will mehr („Simple Run“, 26.5., Atomino Records). Und es gibt bereits mehr. Danke Jörkk! //RRRhund\

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