+Sunn O))): gleißende Drone-„Kannon“

SunnO_Kannon_cover

Die Drone-Götter Sunn O))) haben am 4. Dezember mit „Kannon“ nach vielen Jahren wieder ein neues Studioalbum am Start, das stark von den letztjährigen Kollaborationen mit Ulver und Scott Walker beeinflusst ist und weniger abstrakt, mehr figurativ ist: Back to Me-ol, oder so.

Auf dem Album sind drei Stücke zu finden, die im typischen Sunn O)))-Duktus schlicht „Kannon 1“, „Kannon 2“ und „Kannon 3“ betitelt sind. Über gleißenden-hellen Drone-Flächen liegen streckenweise dunkle Chor-artige Gesangsteile, die Band wirkt sehr fokussiert – die Platte klingt wie aus einem Guss. Auf einem Konzert in Berlin im November gab es bereits was vom neuen Sound zu hören:

Inhaltlich bewegt sich die Band mit dem neuen Release im spirituellen, fernen Osten – „Kannon“ ist ein Aspekt des Buddha-Prinzips: die „Göttin der Barmherzigkeit“ oder „Guanyin Bodhisattva“, die unter verschiedenen Namen in vielen asiatischen Glaubenssystemen zu finden ist.

Vertieft in das inhaltliche Konzept des Albums hat die Schweizer Künstlerin Angela LaFont Bollinger eigens für das Cover-Artwork eine einzigartige Skulptur angefertigt, die dieses göttliche Prinzip abstrahiert und dabei wie ein außerirdisches, mystisches Artefakt daherkommt. Aliza Shvartz, eine Vertreterin der kritischen Theorie, hat die Liner Notes zum Album beigesteuert, den theoretischen Unterbau besorgt. Ein Gesamtkunstwerk.

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Das neue, offizielle Sunn O)))-Band-Portrait, das im Emanuel Vigeland Mausoleum in Oslo abgelichtet wurde. Foto: Estelle Hanania



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