+The Germans: Belgische Tiere sind anders

Le Guess Who 2014: Fusel. Feine Bands
Die Entstehung dieses Blogs ist zentral mit dem Besuch des fantastischen Le Guess Who-Festivals 2014 in Utrecht verknüpft: Trotz des Konsums von unfassbar schlechtem Wein (mit Mayonnaise) und miserablen Gin Tonics (sans Gin, no? Of course!) hat uns der Besuch von Myriaden an wunderbaren Konzerten zu diesem Online-Magazin inspiriert. Im Gedächtnis geblieben sind uns aber auch die vom Incubate-Festival ausgeliehenen DJs, die zwischen den Gigs im Ekko – einem der schönsten Clubs in Utrecht – immer wieder herrliche Tracks rausgehauen haben, die bei vergleichbaren Veranstaltungen in Deutschland nie gespielt werden. Zum Beispiel auch, weil das Gros der in den letzten Jahren sehr starken belgischen Szene in Deutschland weder Lobby noch Zugriff auf die Infrastruktur der Musikindustrie hat und daher annähernd unbekannt ist. So war es dann zurück im Heimathafen auch gänzlich unmöglich, die starke Platte dieser einen Post Punk-Band aus Gent innerhalb von Deutschland zu besorgen. Also wurde via Social Media direkt Kontakt zu den Rape Blossoms aufgenommen. Durch David Defrenne, den Sänger, kam schließlich auch der Kontakt zu Drummer Lennert Jacobs zustande, und als alles erstmal geklärt war, meinte er dann so: „Hab da übrigens noch ’ne Band: The Germans, die sind ein bisschen anders – und wir waren gerade wieder im Studio.“ Und schwupp landete das Promo von „Are Animals Different?“ im RRR-Briefkasten und wurde bereits im Frühjahr 2015 mehrfach in DJ-Sets verbaut. Fast forward.

The Germans - Foto: © Nana VaneessenFoto: © Nana Vaneessen

Ein Tag im Oktober 2015
Umgebungsfaktor: „ungemütlich“. Ein kalter und ziemlich windiger Abend im gefühlten Vor-Winter des Oktobers 2015, an dem sich RRRhund & Freunde im –, mal delikat-galant ausgedrückt – cleanen und leider auch zu schlecht besuchten Mousonturm in Frankfurt einfanden. Nicht schlimm wegen der US-Hauptband, Name egal, weil musikalisch eher ungesund. The Germans als Vorband dagegen spielten hier ihren ersten Gig in Süddeutschland und erwärmten humane Zellen mit einem exzellenten und ungewöhnlichen Auftritt. Das ganze 40-minütige Set bestand nämlich aus einer einzigen Nummer, die in abgespacten, vielschichtigen, stilistisch kaum eingrenzbaren Segmenten zum rhythmischen Höhepunkt getrieben wurde. Eben die Livefassung von „Are Animals Different?“. Sehr sympathische, unprätentiöse Menschen auch, diese Belgier, wie sich nach der Show im Gespräch herausstellen sollte. Natürlich haben wir gleich mal alle Tonträger eingepackt, die verfügbar waren.

Januar 2016: Eurosonic, Wild Things
Szenenwechsel: Noch kälter, an der Nordsee im Januar. Eurosonic in Groningen. Der Treffpunkt für die europäische Musikindustrie. Was angeschaut wird, steht für das Fachpublikum eigentlich schon vorher fest. RRR hat’s da besser und fährt das Talent-Teleskop aus, was oftmals bedeutet: ab zum Alternativprogramm. Das gilt allerdings nicht für die Germans – die haben sich mittlerweile einen fetten Slot im angesagten Club De Spieghel erarbeitet: Der Gig? Grande! Sie können nicht nur „exzellent“ wie in Frankfurt, sie ficken live auch gekonnt mal die Gehirne des kompletten, zu recht verschwitzten Saals. Die gesamte Band extrem präzise, fokussiert, in Hochform. Der organische wie obsessive Aspekt des gekonnten Zusammenspiels wird seit geraumer Zeit auch optisch unterstützt und sorgt für einige offene Münder im Club. Wir nehmen uns einen Moment Zeit, diesen Umstand zu beschreiben. Sänger Jakob Ampe machte ordentlich mit einem Silberumhang rum. Dazu eine wilde, haarbetonte Tanzperformance von Pieter Ampe: sich ekstatisch überall im Raum räkelnd, an Gegenständen, Bandmitgliedern oder dem RRRhund hängend, strippend. Netzstrümpfe und Leggings (in dieser originalen Form zuletzt gesichtet in einem Teenmovie aus den 80ern) sagen immer die Wahrheit. Auch laut etlichen anderen Stimmen der beste Gig des Festivals – 2016 gehört den Germans, das ist jetzt klar.

The Germans - Frankfurt, Mousonturm. Foto: © Nikon HefFoto: © Nikon Hef

Ein Bündel The Germans-Vinyl? Check

Damals im Jahr 2002, im belgischen Gent. Die Band wird gegründet von Jakob Ampe (Vocals), Vincent Cauwels (Gitarre, Backing Vocals), Lennert Jacobs (Drums) und Timothy Jacobs (Bass). Vor der neuesten Platte kam dann noch Boris Zeebroek (Synths, Percussion, Backing Vocals) dazu. Die allererste, 2003 aufgenommene CD-R „Dickolvenne“ sowie die Debut-EP „The Next Superstar“ sind im Moment nicht mehr zu kriegen. Wir steigen mit unserem kleinen Rundgang also später ein…

2008
2009
2013
2015
  • Elf Shot Lame Witch

    Ein Einstieg mit kalt-trockenen Beats, die im spitzen Bass-Winkel in dissonanten Gitarrenrock à la frühe Liars ufern, um dann schließlich in wilden Frequenzfäden zu enden („Waiting for the Band“). „Elf Shot Lame Witch“ ist zwar vergleichsweise Vocals- und Text-betont – aber eben auch ein abenteuerliches Rock-Album: Mal wird abrupt eine Prog-Noisewand aufgefahren („Lame“), dann gibt es wieder Garagensound auf die Ohren („Your DNA“) oder etwas Verspielt-Dreckiges kommt zum Vorschein („Carolife Daisy“). Dazwischen werden Wah-Wah-Sounds („Shot“) und dunkle, epische Passagen mit Orgel, Drums und Stimmenfetzen („Dog“, „Witch“) serviert. Oder der Hörer mit psychedelischen Instrumental-Stücken hypnotisiert („Elf“). Der Titel des Albums ist ein Anagramm von „All Of Them Witches“ – eine liebevolle Referenz auf das Scrabble-Board aus Polanskis „Rosemary’s Baby“.

  • Grote Meneren/Straffe Madamen

    Zeit mit dem sehr experimentellen Wurf „Grote Meneren/Straffe Madamen“ zu verbringen ist lohnenswert, denn die Stücke geben ihre Welt, ihre Intentionen nicht unmittelbar preis. Der Einstieg ist ein sperrig-noisiges Stück Free Form, das mit einer kurzen Sun Ra-Space-Reise beendet wird („Introspection“). Es folgt ein stilistisch reicher Fundus aus allen Bereichen der experimentellen Musik: Unkonventionelle Ausflüge in die dunkle Seite des Gemüts (Assoziation: Faust, Nurse with Wound, Igor Wakhévitch), Brian Eno-Vibes („Indianen“), Syd Barrett-inspirierter Psych („Octopuss’s baby clothes“), Berührungen mit dem musikalischen Universum der Herzog-Filme, durchbrochen von Versatzstücken aus der Neuen Musik. Wir hören auch Gitarren zwischen Free Form-Kopfsalat, Captain Beefheart und New York-No Wave-Experimenten sowie etliche Old School-Krauteinflüsse, die pretty German sind. Und verkopfte Dissonanzen, die sich dann letztlich immer wieder ins Physische materialisieren. Zwischendurch eingestreut: ein vertontes Aleister Crowley-Gedicht. Alles keine Gegensätze, sondern ein eigenständiges Konzeptalbum, das in sich sehr gut funktioniert. Alles, aber keine Hintergrundmusik.

  • Mother Sings in Front of the House

    Das dritte Album „Mother Sings in Front of the House“ erweist sich erneut als Entwicklungsschritt der Band: Schon beim Opener „Song of Forgiveness“ spielt vercheckte, vor allem aber tanzbare Rhythmik eine Rolle. Für neuen Pop Appeal sorgt ein so bei der Band noch nicht gehörter Gesangsstil zwischen Psych Pop und Prog, der so auch mehr in den Vordergrund tritt – ein Vorgriff auf den Nachfolger, der diese Elemente dann stark aufgreift und neu strukturiert. Aber es gibt durchaus wieder Experimental-Rock mit psychotischen Noiseausbrüchen zu hören („Poor Women and Homos“). An anderer Stelle treffen New York No Wave-Dissonanz-Gitarren auf Can- und Amon Düül-Prog-Strukturen („Lonely kid“). Zwischendurch wieder Filmmusik-artige Tracks („Groucho“, „Luitman“), die alle potentiellen Inspirationsquellen deutlich out-spacen. „A Romanian Crowd“ erinnert anfangs entfernt an einen Prärieausflug, bevor es dann wieder in eine verzwickte Rock-Richtung geht. Eine Platte zwischen den stilistischen Stühlen, ziemlich schizo und gerade deswegen liebenswert.

  • Are Animals different?

    Experimentale Einflüsse (am ehesten vielleicht durch Eno und Co) werden in eine neue strukturelle Form gegossen und mit Pop-Appeal versehen ohne die eigene Noise-betonte Identität der Band aufzugeben. „Are Animals Different?“ hat auch deutlich mehr elektronische Elemente als die Vorgängerscheiben. Ein einziger Track (fürs Radio auch eine Kurzfassung des Schlussteils, quasi ein Single Edit). 40 min. Nicht ein Hauch von Redundanz. Die Konzeptplatte macht uns Freude, sie kümmert sich nicht um Genres oder Erwartungen, sondern überrascht mit schönem schichtenartigem Aufbau. Spacige Psych-outs durch variable Synth-Flächen und -Sequencer, das Ganze immer wieder mit kurzen dissonanten Gitarren-Freak-outs. Am Ende sorgt rasiermesserscharfe Tribal-Percussion aus dem Maghreb schließlich für einen trippigen Groove. Das Hören macht schon beim ersten Mal Lust auf die nächsten Ebenen, die irgendwann so dicht treibend, so körperlich werden, dass alles wie eine Reise vom Heißen ins noch Heißere funktioniert. Ein feines Ding zum Digestieren, das Dich nach 40 Minuten Sirup-artig und geschmolzen auf dem (Tanz)Boden hinterlässt. „Are Animals different?“ ist smart, sexy, herausragend eigenständig. Und auch ein großer Sprung für die Band, der hier eine kompromisslose Verquickung des eigenen experimentellen Ansatzes mit erfrischendem Psych-Pop Appeal gelingt. Ein Favorit des Jahres 2015 – auf Vinyl und vor allem live.

Interview: The Germans

Wir freuen uns sehr, dass sich Vincent Cauwels (im Bild links), Gitarrist bei The Germans, die Zeit für das Interview genommen hat.

The Germans - Foto: © Nana VaneessenFoto: © Nana Vaneessen

Tell us a bit about The Germans’ history. How come you are motivated to create this type of music?

VC: The four original members (Jakob, Lennert, Timothy and me) met at secondary school. I guess I was 16 or 17 years old. We were in very bad bands that played hillbilly bluesrock, pale funk and rather embarrassing Black Sabbath covers (for example an instrumental version of Paranoid).

The Germans were formed back in 2002, I think. The first years were characterized by an amazing artistic sloth. Nevertheless we thought of ourselves as the best band of the universe.

Our first demos contained pop songs and noise tracks, brotherly side by side. This duality remained some kind of trademark, even on our latest album.

In 2005 we released “The Next Superstar EP” still fairly flirting with classical pop melodies and noise rock.

Our 2008 LP debut “Elf Shot Lame Witch” widened the scope of this sound venturing into krautrock, noise and psychedelic fields. By the way, you (real) Germans will love to hear that he album was mixed by Boris Wildorf of Einstürzende Neubauten in andereBaustelle Tonstudio in Berlin. Quite praising press reviews lead us to a busy festival summer at such great venues as Dour, Pukkelpop, Feest In Het Park and support acts for The Kills, Fuck Buttons and Melt-Banana.

About a year later after “Elf Shot Lame Witch” we recorded an experimental concept album “Grote Meneren/Straffe Madammen” (2009).

After a three year low profile time we released “Mother Sings In Front of the House”, which combines the experimental sound of “Grote Meneren/Straffe Madammen” with our love for songs and melody. Echoes of Can, Popol Vuh, Faust, Residents and the like can be heard.

We still like this album very much, but it wasn’t what you’d call a commercial success. Despite some favourable reviews, we didn’t manage to gain great deal of attention.

Motivated by the lack of success we decided that our next album would be one big fuck you. We recorded “Are animals different” completely live on one single day in the studio. As you know it is one 45 minute track, some kind of musical playground for all five Germans. We were therefore completely surprised that this record proved to be our most successful one to date.

When we think about your music – we might revel in (carnal) pleasure for a moment – but also some German Kraut, experimental and cinematic arthouse stuff pops into our minds. To what extent is the band name the natural expression of the above? Why did you pick it?

VC: There’s no particular reason for choosing this band name. We just liked the sound of it. It also proved to be a proper criterion to judge people: people who are offended by or dislike our band name, usually don’t like our music either.

It is true however that we are highly influenced by the spirit of German music and culture. Obvious influences are Can, Popol Vuh, Faust, Amon Duul II, Neubauten, etc. but we also like the stubbornness, persistence and originality of German film makers like Werner Herzog.

You all seem to live close in or around Ghent. Any Ghent-ish vibes or local Belgian identity that is interwoven with your sound? Is the music scene in Ghent intact and exciting (bands, collaborations, labels etc.)? Is the cultural division of Belgium into the Flemish and the Walloon part somehow noticeable within the subculture?

VC: There is a vivid music scene in Ghent, but it’s not that we’re part of a self-sufficient hippy community where everybody adores each other’s music. I believe though that there exists a certain Belgian hard-mouthed identity in art and music. We are influenced by such Belgian bands as TC Matic, Evil Superstars, Millionaire,…

I am saying this without any political motive, as we despise nationalism, but on a cultural level the Flemish and Walloon region are different countries. With our latest album we played at lots of famous venues throughout Flanders and Brussels, but in the Walloon region we stay unknown.

We’d like go back to the beginning of The Germans a bit, and hope you don’t mind to revisit the past. Your debut “Elf Shot Lame Witch” might indicate a loving weakness for either Scrabble or Polanski?

VC: Rosemary’s baby is one of my favourite movies of all time and I’m a huge Polanski fan. I believe that the atmosphere of his work fits our music very well.

What we are hearing on “Grote Meneren/Straffe Madamen” could be summarized as “embracing the avant-garde side of intelligence with a deep dark heart”. How was this experimental album born? Were there any special influences or features of the recording process?

VC: We saw it as some kind of response to the banality of the Flemish music scene. The album, which is mainly instrumental, is one extended trip of instant composing, sound experiments, old demos and pieces of improvisation processed by cutting and pasting. It was recorded in a very lo-fi way in our home studio.

The track “Life? An impeccable machine, exactly” quotes Aleister Crowley’s “Hymn to Lucifer”. Do his concepts generally resonate with you in a particular way, or is it more a reference connected to a certain spiritual music Zeitgeist?

VC: I’ve always had a keen interest in occultism, but we don’t take it too serious of course. Again it’s just something that’s fits our music.

In retrospective, do you feel “Mother Sings in Front of the House” was a bridge towards the current album?

VC: It certainly was. The combination of experimental sounds and rhythmic patterns and a funky groove can also be heard on “Are animals different”.

On “Are Animals Different?” The Germans said hello to extended electronic elements and to a new band member, Boris Zeebroek. Did you plan to include more beats and electronics, and then he as a suitable new guy popped up? Or was it Boris importing some different ideas?

VC: For our “Mother Sings” live shows we appealed to a fifth member, Boris, a long-time friend and multi-instrumentalist, with whom we shared our humour and open mind in making music. Boris became a full band member and fitted well in our new direction. He’s an important component of our current music and sound.

The new record seems to marry the imaginative off-kilter sound structures of the band with motoric (Kraut) beats, all poured into a physical new Pop frame – a nice union and more easily digestible for less-ambitious listeners. Why this different route?

VC: I don’t believe it is that different from our previous efforts. I look at it as a natural and logical evolution.

Do you assign a rational structure to every single layer that happens on the 40 min of the new record? How intuitive or mind focussed was the creation? And: do you have secret names for the different parts of the track?

VC: “Are animals different” was born out of different ideas and jams. We then puzzled it together into one long track that we learned to play live. At first we followed a clock, but it then evolved into its current form, a combination of fixed structures and improvisation.

Your latest music seems to work without a separation of the experimental mind and the body. You make some references to the appreciation for the animalistic aspect of our being, the simple pleasures. So, what’s the best way of achieving animalistic musical pleasure?

VC: You shouldn’t over-analyze our music. We recorded the track and needed a title. Lennert (our drummer) had a second hand book with a lovely cover showing a goose in front of a mirror. It was called “Zijn dieren anders?” (are animals different?) and we liked the title.

That said, we love that you threw-in something orgiastic Dionysian into the music and the gigs. Like including dancing performance artists on stage, such as Jakob’s brother Pieter or others. Is Pieter the young god Pan in net-tights or perhaps a male Stacia Blake? Is sexuality and gender an aspect encapsulated in the dance performances only?

VC: I’m glad you refer to Stacia, as I am a huge Hawkwind fan. We like the combination of art forms. Psychedelic music and Dionysian dance are an obvious combination but Pieter’s giving it an original twist. We adore his unpredictability and his nose for controversy. That’s what we like about our name, occultism, sexuality, and humour in music… it offends some people and that’s always a good starting point for making art.

What could be the possible next step for your music? Is there already a process of sincere exploration and trial-and-error with some new audio beginning to roll? How about playing more shows outside of Belgium, too?

VC: In the next months we’ll continue playing “Are animals different?” live in Belgium and abroad. The piece is still getting better, I think. Since we don’t rehearse our current live set anymore, we do have the time to work on new music. Since a few weeks we’re trying new stuff. It’s difficult to say in what direction our music will evolve. The first new attempts lean towards electronic music, but we might as well make a black metal record.

We just go for the really important questions at the end: Who are your favourite weird non-Belgian-German people (or other creatures and things if German people aren’t weird enough)? And what’s your favourite colour black, red or gold?

VC: Holger Czukay, Damo Suzuki, Blixa Bargeld, Klaus Schulze, Alfred Kubin, Klaus Kinski, Werner Herzog, Wim Wenders, Felix Kubin, Manuel Göttsching, Jaki Liebezeit, Horst Tappert and the guy who played Matula in “Ein Fall für Zwei”.

We like kohlrabenschwarz.

The Germans wouldn’t sound like The Germans if they had overlooked these mind fuck records

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  • Vincent Cauwels: I like Scott Walker’s early work too, for example the awesome “Scott 4”, but “the Drift” is a league on its own. Scott makes every other male singer look like a schoolboy.

  • Vincent Cauwels: Throbbing Gristle will always be the coolest band ever. Every aspect of this band is unique.

  • Vincent Cauwels: No Germans without Black Sabbath. The first six albums should be compulsory subjects at secondary school. What a relief it was to find out that technical perfection is not a necessary condition for making timeless music.

  • Vincent Cauwels: We could have chosen at least 20 other Zappa albums, but this one’s a favourite. The idea of mixing sounds and styles into long cut-and-paste pieces has always been very appealing to us…

  • Vincent Cauwels: Greek progrock, starring Vangelis and Demis Roussos. Need to say more?

  • Vincent Cauwels: The most touching voice in modern music. “Sea Song” probably is the most beautiful song ever.

  • Vincent Cauwels: The Residents have always been an important influence in our music. “Not Available” is probably their best effort.

  • Vincent Cauwels: Haunting movie, haunting music.

  • Vincent Cauwels: Lots of other great krautrock albums, but Brainticket was founded by Joel Vandroogenbroeck, a Belgian.

  • Vincent Cauwels: Guilty pleasure or not, I still like this album. The sound and atmosphere have been an influence.

The Germans introduce the Germans to 11 great Belgians bands they should really know

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  • Lennert Jacobs: Dijf Sanders: A personal friend and the guy who mixed “Are Animals Different”. Like most of my favourite musicians a quite multifaceted one. He recently released a wonderful exotic album called “Moonlit Planetarium”.

  • Lennert Jacobs: Condor Gruppe: A mainly instrumental band drawing from library music, obscure 70s soundtracks and spaghetti-westerns.

  • Lennert Jacobs: Jukwaa: Free jazz trio featuring drummer Sigfried Burroughs, who’s also fronting the industrial EBM duo Onmens, among many other projects (Glin Fraktion, Kapitan Korsakov, The K., etc.). For this song they team up with saxophonist Otto Kokke and experimental guitarist Jonas Van Den Bossche.

  • Lennert Jacobs: Hazy Hand$: Great psychedelic pop tunes by Yorgos Tsakiridis and Lotte Vanhamel. Don’t forget to check out the other bands Yorgos is in: the excellent psych pop band Bed Rugs, the badass The Hickey Underworld and the oddly funny Borokov Borokov. Also likes to play shakers with The Germans whenever he’s around.

  • Lennert Jacobs: Mittland Och Leo: Antwerp-based duo producing lovely vintage instrumental synth tunes.

  • Lennert Jacobs: Hellvete: Hellvete is Glen Steenkiste, the drone prince of “Meetjesland”, a mystical rural region north-west of Ghent generating a surprising number of great underground bands. He is also part of the legendary psych outfit Sylvester Anfang II (yep, obvious reference to Amon Düül II), that got pretty infamous for their fantastic lo-fi satanic jams.

  • Lennert Jacobs: Meteor Musik: Live analog synthesizer band of musician/producer Micha Volders (see also Vermin Twins, Chrome Brulée). Very spacy shit.

  • Lennert Jacobs: STADT: Fellow townsmen and contemporaries of The Germans. Psychedelic krautpop band. Their latest album is their best to date. Always a good thing.

  • Lennert Jacobs: MAZE: Not so many guitar bands in this list. There is however a fresh wave of young alternative / noise / punk / whatever bands coming up (El Yunque, Youff, Piquet, Cocaine Piss, Mind Rays, Double Veterans, Blaegger, Hypochristmutreefuzz, …). Be sure to check out MAZE, good friends of mine and undoubtedly one of Belgium’s finest post punk bands.

  • Lennert Jacobs: Gruppo di Pawlowski: Mauro Pawlowski made name with Belgian 90s heroes Evil Superstars, but Gruppo di Pawlowski, one of his numerous current projects, is equally chaotic, unpredictable and entertaining. Arguably one of Belgium’s best live bands.

  • Lennert Jacobs: BONUS Hong Kong Dong: The electronic pop band of our own Boris Zeebroek and his sister Sarah. I used to play drums with them for quite a long time. This song is a personal favourite.

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